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Gedanken zur Weihnachtszeit

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Ich möchte hier zu einem täglichen Tür öffnen animieren. Zwar haben wir heute schon den 2. Dezember, aber für einen Versuch ist es nie zu spät.
Täglich sollte wer gerne möchte ein Aventstürchen hier symbolisch öffnen und eine Gescichte über Weihnachten selbst erlebt oder auch im Internet gefunden eintragen. Es können auch Lieblingsgedichte oder Lieder sein. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
An manche schöne Geschichten erinnert sich doch jeder.

Es soll keinesfalls dazu dienen hier seine Meinung zu Weltgeschenissen oder Usergeschichten zu aüßern. Wer das möchte, möge andere Mölichkeiten nutzen.

Ich beginne mit Türchen 2
Macht mit und genießt die Adventszeit,

hofft eisbaerin


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von ehemaliges Mitglied am 02.12.2014 um 12:08 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:5

letzter direkter Beitrag:.. um Uhr

Anzahl Themenbeiträge:77 (Nur direkte Beiträge anzeigen)

letzter Themenbeitrag:31.12.2015 um 09:42 Uhr

 

 

 
 

Adventstür 2

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RE: Gedanken zur Weihnachtszeit (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 02.12.2014 12:08 Uhr


Man erinnert sich nicht an jedes Weihnachtsfest, denn viele verlaufen ähnlich ab. Nur die besonderen bleiben im Gedächtnis.

Wie es so üblich war, kam zu Weihnachten die Familie zusammen. Meiner Mutter ihr jüngster Bruder brachte seinen Schäferhund mit, der genau wie er damals im Polizeidienst stand.

Es gab die Ansage, man solle den Hund in Ruhe lassen. Als damals fünfjähriger Knirps beachtete ich die Order nicht und spielte und schmuste täglich mit dem Hund. Er war sehr lieb und wir hatten unsere Freude und Abwechslung. Schon wenn er mich sah kam er schwanzwedelnd zu mir.

Es war nicht die Zeit wo regelmäßig Fleisch oder Wurst gegessen werden konnte und da gab es natürlich am Weihnachtsheiligabend besonderes Essen: frisches Brot und für jeden eine Bockwurst.

Der Schäferhund lag die ganze Zeit scheinbar teilnahmslos unter dem Tisch.

Alle aßen genüsslich ihre Wurst, nur ich aß als erstes mein Brot, weil ich mir das Beste bis zuletzt aufheben wollte.

Jetzt nahm ich meine Bockwurst und wollte gerade hineinbeißen, schwups war sie weg und der Schäferhund kaute genüsslich.

Ich weinte bitterlich, aber nicht weil ich keine Wurst mehr hatte, sondern weil er ausgerechnet mir die Wurst geklaut hat.

eisbaerin

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von ehemaliges Mitglied am 02.12.2014 um 12:15 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:03.12.2014 10:55 Uhr

 

 

 
 

......hallo liebe Bärin......

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RE: Adventstür 2 (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 02.12.2014 12:15 Uhr




Bärin,

eine ganz süße Geschichte,

das ein Hund im Spiel war,hätte ich Dir blind sagen können.

Wünsche Dir eine wundervolle,besinnliche und ruhige

Vorweihnachtszeit.

Lass es Dir einfach nur gut gehen.......!!!!

Knuddel Euch mal ganz dolle,

besonders den Samujeden.............schmunzel.


liebe Grüße zu Dir

Babsy

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von ehemaliges Mitglied am 02.12.2014 um 17:19 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

 

 

 
 

Weit über hundert Jahre zurück,

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RE: Adventstür 2 (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 02.12.2014 12:15 Uhr

in einer Zeit, in der man noch nicht mit Euro und Cent, sondern mit Gulden und Kreuzern bezahlte, führt uns die 1848 geborene Tony Schumacher. Sie erzählt davon, wie man in ihrer Jugend Weihnachten feierte.

“Wie meine Mutter Weihnachten feierte”

Endlich war er da, der ersehnte erste Advent. Wie herrlich war es, wenn an diesem ersten der vier Sonntage vor Weihnachten Mutter am Abend mit schönen weißen Papierbögen hereinkam, diese mit einem langen Papiermesser in Streifen schnitt und sagte:

“Kinder, jetzt werden die Wunschzettel geschrieben!”

Jedes von uns bekam einen Bleistift, und nun ging es los, das Besinnen, das eifrige Schreiben, bis das Papier kaum reichen wollte und wir ganz rote Köpfe hatten.

Was hatten wir für Wünsche!

Wünsche der unsagbarsten Art, von “Für einen Sechser Bärendreck (Süßholzsaft)” bis zu einem Hund oder Geißbock oder gar zu einem Brüderchen oder Schwesterchen. Und während man seine Phantasie walten ließ, war’s schon fast so, als besäße man bereits alle diese Dinge; so leuchtend und greifbar standen sie vor einem.

Wenn Mutter die Zettel einsammelte und durchlas und lachend da und dort durch die verwegensten Sachen einen Strich machte und sagte:

“Wie könnt ihr dem Christkind zumuten, so was Schweres, Großes oder gar Zappelndes zu tragen”,

so waren wir’s auch zufrieden. War’s ja doch schön gewesen, sich überhaupt derartiges auszudenken.

Bei Mutter wussten wir unsere Wunschzettel in besten Händen, denn dass sie und das Chrsitkind in enger Verbindung standen, war unser fester Glaube.

Wie hätte sie denn auch sonst so oft und ernst sagen können:

“Wenn du so bist, so betrübst du das liebe Christkind.”

Oder aber lustig: “Ich weiß etwas vom Christkind - na Kinder, ihr könnt euch freuen; aber ich darf nichts verraten!”

Und wie wurde dieses Freuen gesteigert!

Nach jedem Ausgang, den sie machte, lag ein Stückchen Goldpapier auf dem Boden, das wohl das Christkind verloren hatte, oder wir bekamen ein kleines Bonbon aus “der Tüte des Christkinds” - oder aber, das war das Wunderbarste, was geschehen konnte, es scholl aus der Tiefe ihrer schwarzen Ledertaschen heraus plötzlich ein kleiner Trompetenstoß oder ein Harmonikaton, der sofort wieder verstummte und einfach nicht mehr zu erwecken war.

Fortsetzung folgt

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von ehemaliges Mitglied am 03.12.2014 um 10:55 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:03.12.2014 10:58 Uhr

 

 

 
 

Fortsetzung

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RE: Weit über hundert Jahre zurück, (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 03.12.2014 10:55 Uhr

Das schönste in diesen Wochen bleib aber das geheimnisvolle Arbeite dürfen für andere.

O, diese Abende voll Überlegens und Besprechens, voll Geheimnistuerei, was die Eltern anbelangte und wieder untereinander!

Mutter hatte etwas Prächtiges ersonnen!

Damit wir ja unsere kleinen Geheimnisse gut hüten konnten, wurden im Wohnzimmer vermittelst einer spanischen Wand und verschiedener Ofenschirme kleine Kojen gemacht. Hier durften wir, gesichert vor neugierigen Blicken, basteln und arbeiten. Freilich nicht immer ging’s friedlich zu, wenn begehrliche Hände herübergriffen nach dem Leim, dem Radiergummi oder der Schere. Aber die Hauptsache: man konnte die Überraschungen für die Eltern hier in Muße ausarbeiten.
Man brauchte aber auch Ruhe und Ungestörtheit; denn es war feste Regel, dass kein Geschenk mehr kosten dürfte als drei Kreuzer und dass es etwas Selbstgefertigtes sein musste. Da galt´s, seinen ganzen Verstand und sein Können zusammenzunehmen; aber es entstanden auch die wunderbarsten Kunstwerke: kleine geklebte Schächtelchen mit der Inschrift

“aus Liebe”

darauf; ein aus einem Bilderbogen ausgeschnittener Reiter, der einen Bleistift als Lanze und eine Stopfnadel als Säbel hatte; rührende Stecknadelkisschen, mit aus Wolle gehäkelten Spitzchen darum; gestrickte Läppchen, mit welchen Vater sein Rasiermesser abputzen sollte, und aus Perlen eingefasste Ringe.

Beneidenswert prachtvoll schien auch die Arbeit einer meiner Schwestern.

Sie hatte sich eine Locke abgeschnitten und diese unter ein von Papier ausgeschnittenes Netz geklebt.

Zog man dieses in die Höhe, so wurde die blonde Locke sichtbar, was wir nie genug bewundern konnten, und außen herum hatte sie noch kleine Blümchen von buntem Papier aufgeklebt.

Ob wohl je in irgendeiner Werkstätte der Welt mit so viel Hingebung und Glück im Herzen gearbeitet wurde wie hier?

Und dicht dabei, nur über eine Wand hinüber, saßen die Eltern. Vater las die Zeitung, Mutter hinwiederum tat auch etwas, was wir unsererseits nicht sehen durften - sie machte neue Kleidchen für unsere Puppen. Das ahnten wir, und gespannt lauschten wir auf das Rascheln der Schere und auf das Knistern der Seide. Zum Entzücken aber war es, wenn plötzlich über dem Rand der spanischen Wand blitzartig ein Puppenköpfchen erschien, von dem wir zu unserem Jammer aber kaum die Umrisse erkennen konnten. Oder, wenn auf einmal drüben solch ein Puppenkind sich vergaß und einen quiekenden Ton von sich gab oder gar “Papa - Mama” sagte.

Geheimnisse, Geheimnisse ...

https://www.youtube.com/watch?

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 03.12.2014 um 10:58 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:05.12.2014 10:41 Uhr

 

 

 
 

Haaach ja, Erinnerungen....

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RE: Fortsetzung (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 03.12.2014 10:58 Uhr

ähnlich wie bei euch allen ging es bei uns in der Adventszeit zu. Eine meiner Schwestern und ich waren im hiesigen Kinderchor und hatten immer kurz vor Weihnachten ein Konzert. So war es an der Tagesordnung, dass wir zwischen Backwerk, Nüsse knacken und Strohsterne basteln auch immer wieder Weihnachtslieder sangen - singen mußten, denn unsere Mam legte großen Wert auf Textsicherheit. Na ja, ich war vielleicht grad mal 6 oder 8 Jahre alt als es mir in den Sinn kam während meine Schwester das Ave Maria sang, ein Karnevalslied zu trällern.... Na ja, Mam war sehr streng und so ließen die 5 Finger auf meiner Backe nicht lange auf sich warten. Meine Gänsekeule für den Weihnachtsabend war damit auch vorerst gestrichen und Hausarrest gab es obendrein! Nachdem es die Jahre zuvor auch schon immer so war dass wir singen mußten schwor ich mir an diesem Abend , sollte ich jemals erwachsen werden, wird es kein Weihnachtssingen mehr geben - wenigstens für mich nicht. So kam es dann auch.
Was diese wohlige, warme Atmosphäre, den Duft der Kerzen und des Gebäcks angeht, so hatte unsere Mam immer dafür ihr Bestes gegeben. Niemals habe ich sie auch nur ein Geschenk einpacken sehen, lache, niemals deutete irgendetwas auf den heiligen Abend und somit auf die Bescherung hin bevor ich nicht im Bett war. Alles war wie immer!!!! Die 4 Kerzen brannten, ja! Zum Abendbrot gab es eine Wurstsemmel, ja! Baden, Zähneputzen, ja! Ich glaubte also jeden Weihnachten es sei Freitag! Na ja, und dann ging es in die Heia! Irgendwann mitten in der Nacht klingelte dann ein Glöckchen irgendwo... Natürlich stand ich gleich kerzengerade in meiner Koje! Dann kam meine Mam und holte mich aus dem Bett. Wir gingen ins Wohnzimmer und dort stand wie immer der Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen auf dem Tisch. In der Ecke am kleinen Fenster stand der geschmückte Weihnachtsbaum mit allem was es an Buntem gab . Echte Kerzen brannten bereits und das Christkind war gerade wohl aus dem Fenster geflogen... Doch es hatte viele bunte Geschenke unter dem Baum abgelegt. Allerdings wartete zuerst das Essen auf uns und mir war in diesem Moment natürlich nie zum essen zumute, lache. Auch bekam ich meine Gänsekeule, natürlich...
Sicherlich wäre alles anders gekommen hätte ich eigenen Nachwuchs gehabt. Bestimmt hätte ich mein Versprechen nicht einhalten können oder schon gar nicht wollen.
Doch so habe ich mich inzwischen sehr gut mit allem arrangiert.

So, dies war mein kleiner Weihnachtsfestbeitrag aus meiner Kinderzeit.

Habt alle noch eine schöne Zeit, freue mich schon auf weitere Beiträge und ich finde es eine gute Idee von dir Eisi, einmal sowas anzuregen, klasse

LG Nick  smylie 

... ach übrigens.... ist euch auch aufgefallen dass es noch keine Adventsbildchen gibt???


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von Nickname am 05.12.2014 um 10:41 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:06.12.2014 07:39 Uhr

Mitglied: Nickname

Beiträge: 3708 - Registriert seit: 03.05.2009

 

 

 
 

Forschers Heiligabend ...

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RE: Haaach ja, Erinnerungen.... (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von Nickname am: 05.12.2014 10:41 Uhr

Des Forschers Heiligabend

oder: Deadline 24th December
Verfasser: Gerhard Frank

Es ist schon still im Institut,
sogar das Telefax jetzt ruht.
In sanftem Licht bei schwachem Scheine
stehen die Terminals alleine.

Schneeflocken fallen leis' und sacht',
weil das der Bildschirmschoner macht,
ganz lautlos über'n Monitor.
Kein Druckerschnarren dringt an's Ohr,
nur die Standby-Diode brennt
und flackert leicht. Es ist Advent.

Da schließt der Forscher ohne Eil'
g'rad' noch sein letztes Backupfile.
Und als er legt die Akten hin,
geht ihm so manches durch den Sinn.
Er denkt an die Vergangenheit:
"Von wegen gute alte Zeit!

Manch' Stund' hat man mit Zeug verbracht,
das heut' der Rechner ruck-zuck macht."
Er denkt mit mitleidsvoller Miene
an Blaupapier und Schreibmaschine
und an das Warten auf die Post -
wochenlang von West nach Ost.

Heut' mit dem Fax, da geht das fix,
und E-Mail erst: null-komma-nix,
schon sind die Daten über'n Bus.
So kommt er zu dem festen Schluß:
"Heut' hat man's besser, keine Frage!"
Und jetzt geht's in die Feiertage.

Er hatte sich fest vorgenommen,
nicht allzu spät nach Haus zu kommen.
Heiligabend muß vor allen Dingen
ihm Ruhe und Erholung bringen.
Doch als er sich zum Heimgeh'n wandt',
fällt ihm sein Schlüssel aus der Hand.


Und als er sich nach diesem bückt,
hat er ein Blatt Papier erblickt,
das unabsichtlich offenbar
zu Boden scheint's gefallen war.
"Ach Gott," sagt er nach kurzem Lesen,
"das hatte ich total vergessen."

Da geht's - er hat es gleich gecheckt -
um irgend so'n EU-Projekt,
das lange schon mal ausgeschrieben.
Die Bewilligung war ausgeblieben,
doch nach Protesten und Beschwerden
kann es nun neu beantragt werden.
Ganz unten steht noch: "Just remember:
Deadline: 24th December!"

Zwar war ihm das nicht angenehm,
doch im Prinzip auch kein Problem.
Da er's schon mal beantragt hatte,
ist es gewiß noch auf der Platte.
Schnell raus mit E-Mail oder Fax.
Termineinhaltung ist ein Klacks.

Eine Kopie vom Erstantrag
noch in der Aktenmappe lag.
So denkt er: "Da mach ich mir's leicht!
Der wird einfach nochmal eingereicht.
Nur's Datum ist nicht aktuell.
"Na, kein Problem, das hab'n wir schnell!"

Trotzdem faßt er noch den Entschluß,
daß er zu Haus Bescheid sag'n muß:
'ne halbe Stund' er später käme,
mehr Zeit das nicht in Anspruch nähme.
Das Telefon zu Haus belegt,
was unsern Forscher nicht erregt.

So schickt er halt' ne Mail, ok,
an frau.forscher@t-online.de.
Nun froh an's Werk, jetzt wird sich g'sputet,
mit frohem Pieps der Rechner bootet
und schon geht's rund, schnell wie ein Pfeil:
DOS, Windows, Word und Open File.

Doch eines ist jetzt schon fatal:
Wie hieß denn die Datei noch mal?
Schau'n wir mal, was es da gibt.
Abkürzungen sind ja sehr beliebt:
wrzlbr.fmt und knrad.txt
es ist schon manchmal wie verhext.

Und man vernimmt ein leises Fluchen:
"Ja Sakrament, da muß ich suchen."
Nach einer Stunde, in der Tat,
er die Datei gefunden hat.
Sie hieß 'test.doc', es ist zum Flennen,
das hätt' er sich ja denken können.

"Na bitte," dachte er, "das paßt!
Nur noch 'ne Kurzmessage verfaßt,
das File als Anhängsel attached
und dann ins Internet gequetscht.
Vorher wie immer den Login,
dann kriege ich das schnellstens hin."

Doch kommt es nicht ganz, wie er meint.
Denn was am Bildschirm da erscheint,
das hätt' ihn beinah' umgehaun.
Es steht da "LOCAL NETWORK'S DOWN!"
Rasch die Hotline angewählt.
"Das krieg'n wir schon!" - doch weit gefehlt:
das Rechenzentrum menschenleer,
am Heiligabend ist da keiner mehr.

Dann klingelt noch das Telefon.
Seine Frau mit lautem Ton
entfacht 'ne Diskussion sofort,
die schließlich endet mit dem Wort:
"Dann heirat' nächstens dein Büro!"
Das stimmte ihn jetzt auch nicht froh.
Darauf versucht er einmal noch
den Login, denn vielleicht geht's ja doch.

Nach 10 Versuchen schmeißt er's hin:
"Das hat doch alles keinen Sinn.
Dann eben nicht mit Internet,
das macht das Kraut jetzt auch nicht fett.
Stattdessen drucke ich es aus
und dann geht es per Fax hinaus."

Doch wieder unser Forscher irrt.
Er blickt den Ausdruck an verwirrt
und er muß zugeben, daß man
die Formeln nicht entziffern kann.
Den Grund dafür, den kennt er schon:
Das liegt sicher an der Word-Version.

Der Text mit WinWord 2 geschrieben
ist nicht ganz up-to-date geblieben.
Dies Manko wird eliminiert,
indem man Filter installiert,
ein paar Fonts zusätzlich lädt,
darauf in die win.ini geht,
dort zwei drei Einträge editiert
und dann reg.dat modifiziert.

Zuletzt dann schließlich dreimal booten,
das dauert nur ein paar Minuten.
Nach drei Stunden hin und her
lief dann überhaupt nichts mehr:
Kein Word, kein Windows und kein DOS.
Frustriert der Forscher d'rauf beschloß,
den Rechner nunmehr abzuschalten
und zu versuchen, nach der alten
Tippex- und Schreibmaschinenweise
den alten Antrag still und leise
zu retouchier'n und wegzuschicken.
Das sollt' ihm heute doch noch glücken.

20 vor zwölf war es geschafft.
Der Forscher völlig abgeschlafft,
mehr wankt er schon, als daß er geht,
schnurstracks bis zum Faxgerät.
Den Antrag in den Einzugschacht,
gewählt, doch - wer hätt' das gedacht -
hört er nur das Besetzt-Signal
und's Display zeigt: "ERNEUTE WAHL".
Und so probiert erneut er 's wieder,
die Laune ist total darnieder.

Beim zehnten Anlauf endlich dann
springt die Übertragung an.
Dem Forscher geht nur durch den Sinn:
"' s ist zwei vor zwölf, das haut noch hin!"
Wie er sich freut, nah'zu unbändig,
zeigt's Display: "SENDUNG UNVOLLSTÄNDIG".

Es kracht die Faust, die keiner hält,
zack-bumm auf das Bedienungsfeld.
Und bei diesem Faustschlag im Affekt
ist's Faxgerät total verreckt.
Es trifft dies unsern Forscher schwer:
Jetzt ist es aus, jetzt geht nichts mehr!

Am Boden liegend sieht er dann
das Blatt Papier, mit dem's begann.
Fast rasend schnaubt er: "Just remember:
Deadline 24th December!"
Als er das Blatt zerreißen will,
wird er mit einem Male still.
Da sieht er, daß es in der Tat
auch rückseits noch was stehen hat.
Da steht - das sieht er jetzt ganz klar -
"Wiederholungsanträge bis Ende Januar."

Perplex steckt er nun den Antrag
einfach in einen Briefumschlag,
Adresse d'rauf und, ohne Drang,
ab damit in den Postausgang.
Schwer hat der Abend ihn geplagt,
doch jetzt scheint's endlich abgehakt,
und er tritt unverzüglich dann
den wohlverdienten Heimweg an.

Busse fahr'n zwar längst nicht mehr,
doch nimmt der Forscher das nicht schwer
und er beschließt zu Fuß zu laufen,
um gute, frische Luft zu schnaufen.
Ganz still ist es um diese Zeit,
die Landschaft liegt im Winterkleid,

Schneeflocken fallen sacht und leis',
rings um ihm her nur tiefes Weiß.
Man hört nichts Lautes, und im Dunkeln
vereinzelt ein paar Sterne funkeln.
Auf seinem langen Weg nach Haus'
kramt manch' Erinnerung er aus.
Viel fällt ihm ein, während es schneit,
aus der guten alten Zeit.

Eine besinnlichere Adventszeit wünscht allen
Rolf

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von ehemaliges Mitglied am 06.12.2014 um 07:39 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:06.12.2014 09:41 Uhr

 

 

 
 

Genau Rolf!

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RE: Forschers Heiligabend ... (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 06.12.2014 07:39 Uhr

"Technisch ist alles machbar, aber nicht alles was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll." (Martin Oppermann)

Der kleine Flori und der Nikolaus
Von Irina Korschunow

Der kleine Flori war vom ersten Schultag an ein ganz schlimmer Schlamper. Dauernd ließ er irgend etwas im Schulzimmer liegen, die Mütze oder seine Handschuhe, die Fibel, das Rechenbuch, die Tafel, ein Heft oder das Federmäppchen.

Ja, manchmal vergaß er sogar alles miteinander und lief mit leerem Schulranzen heim.

Und es kam noch schlimmer: Eines Nachmittags nämlich, als Flori die vergessene Fibel holen wollte, lag sie nicht mehr auf seiner Bank; Flori suchte und suchte, aber die Fibel war wie weggeblasen.

Am nächsten Tag konnte Flori das Rechenbuch nicht finden, am übernächsten Tag war die Tafel fort.

Das war kurz vor dem Nikolaustag, und die Mutter meinte:

"Ich glaube, diesmal bringt der Nikolaus höchstens eine Rute."

Aber das glaubte der kleine Flori auf keinen Fall.

In den vergangenen Jahren war der heilige Nikolaus immer nett zu ihm gewesen, obwohl er schon damals herumgetrödelt und nie aufgeräumt hatte. Sicher würde der Nikolaus auch in diesem Jahr nichts von der Schlamperei gemerkt haben und wieder die guten Mandellebkuchen mitbringen, die Flori so gerne aß und die nur der Nikolaus hatte.

Ja, und dann kam er, der Nikolaus!

Er pochte laut an der Tür und stapfte herein in seinem roten Mantel und mit der Bischofsmütze aus Gold.

Auch einen vollen Sack hatte er dabei, an welcher Stelle wohl die Lebkuchen für ihn stecken mochten.

Aber der Nikolaus machte gar keine Anstalten, Lebkuchen aus dem Sack zu holen.

Er schaute den Flori mit gerunzelter Stirn an, so streng wie er noch nie ausgesehen hatte.

"Warst du auch brav, Flori?"

"Ja", sagte Flori schnell, obwohl er natürlich genau wußte, daß das nicht ganz stimmte.

"So, so", brummte der Nikolaus, "brav warst du? Und immer recht ordentlich? Und du hast nie etwas verschlampt oder vertrödelt?"

O weh! Jetzt sagte der kleine Flori gar nichts mehr. Ob der Nikolaus doch etwas wußte? Floris Herz fing laut zu klopfen an.

"Was meinst du wohl, was ich dir mitgebracht habe?" fragte der Nikolaus und griff nach seinem Sack.

"Ma-Ma-Mandellebkuchen", stotterte Flori.

Aber der Nikolaus schüttelte seinen Kopf.

"Für Mandellebkuchen war im Sack kein Platz mehr", sagte er, "weil ich doch so viele andere Dinge für dich einpacken mußte. Hier, dies zum Beispiel..."

Und was holte er aus dem Sack? Die Fibel!

"Und dies..." Das Rechenbuch!

"Und das..." "Und das..."

Die Tafel, Floris Pudelmütze, den linken Handschuh, die Bastelschere, drei Bleistifte, eine Schachtel Malkreide - eins nach dem anderen holte der Nikolaus hervor.

Nur kein Paket Mandellebkuchen, nicht einmal ein einziges Stück!

"Also dann bis zum nächsten Jahr, kleiner Flori", meinte der Nikolaus freundlich. "Und wenn ich dann nicht soviel Trödelkram für dich mitbringen muß, hab´ ich auch sicher Platz für Lebkuchen."

Und er stapfte wieder aus der Stube hinaus.

Ja, da stand er, der Flori, und hatte nichts, überhaupt nichts vom Nikolaus bekommen!

Eigentlich ist das eine traurige Geschichte.

Aber zum Glück geht sie gut aus!

Weil nämlich der heilige Nikolaus wirklich von Herzen gütig ist und weil sich der kleine Flori von diesem Tag an große Mühe gab und fast gar nichts mehr verschlampte, lag in der Woche vor Weihnachten auf einmal eine bunte Schachtel im Briefkasten.

"An den kleinen Flori" stand darauf.

Ihr könnt euch vielleicht schon denken, was sie enthielt!

In der Schachtel waren die guten Mandellebkuchen, wie sie nur der Nikolaus hat!

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 06.12.2014 um 09:41 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:08.12.2014 10:28 Uhr

 

 

 
 

Matthias Claudius (1740-1815)

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RE: Genau Rolf! (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 06.12.2014 09:41 Uhr

hat uns dieses Gedicht geschrieben.


Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.


Zwei und drei uns dann vier!
Rund um den Kranz welch Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Wehnacht entgegen.
Und der sie in Händen hält,
weiß um den Segen.

reisegerne

Tolle Idee Eisbärin.
Ich hoffe es beteiligen sich viele User.

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von ehemaliges Mitglied am 08.12.2014 um 10:28 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:08.12.2014 19:00 Uhr

 

 

 
 

Der Zauberwald

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RE: Matthias Claudius (1740-1815) (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 08.12.2014 10:28 Uhr

(Verfasser nicht benannt; abgedruckt im Blatt der Dorfanger/Dezember 2014/Nr.175)

Es war einmal ein Zauberwald, in dem lebten viele Tiere und Fabelwesen.

Leider hatten sich über die Jahrhunderte hinweg so viele Streitigkeiten zwischen den einzelnen Arten und Rassen entwickelt, dass die Harmonie und die Ruhe des Waldes empfindlich gestört war. Wenn man sich begegnete, so wurde kein freundliches Wort gewechselt, sondern jeder zog schnell den Kopf etwas tiefer zwischen die Schultern und hastete am anderen vorbei.

Es war an einem verschneiten Wintertag im Dezember, als auf einer stillen Lichtung mitten im Waldesinneren plötzlich viele kleine Sternchen zu tanzen begannen und einen Fleck beleuchteten, wo sich die tiefweisseSchneedecke in einer kleinen Wölbung erhoben hatte. Das Licht lockte die Bewohner an und langsam bildete sich ein immer größerer Kreis, der das Geschehen gespannt verfolgte.Keiner konnte sich erklären, wo dieser Hügel plötzlch herkam und was sich darunter verbergen würde. Der Tag verging und die Nacht brach herein. es war sehr still, da keiner mit den anderen sprechen wollte, aber inzwischen hatten sich beinahe alle Bewohner des Zauberwaldes an diesem geheimnisvollen Ort zusammen gefunden.

Die freien Plätze im Kreis werden immer weniger und der Kontakt der Beobachtenden immer enger und so geschah es, dass plötzlich auch ein bisschen zur Seite gerückt wurde, wenn sich ein neuer Zuschauer einfand.Inzwischen war das Hügelchen größer und spitzer und oben lugte etwas hervor, das man jedoch nicht erkennen konnte. Der Tag und der Abend brach an- es war der Heilige Abend.

Alle Bewohner des Zauberwaldes hatten sich inzwischen auf der Lichtung eingefunden und saßen bzw. standen in stiller Eintracht um das schneebedeckte Hügelchen. Die kleinen Sternchen tanzten immer noch über den Hügel auf und ab und plötzlich erfüllte ein heller Harfenklang die kleine Lichtung. Das Licht der Sternchen breitete sich über die Fabelwesen aus und ließ deren Augen leuchten, während sich aus dem Hügel ein kleines Weihnachtsbäumchen erhob, seine glockengeschmückte Zweige schüttelte und mit seinen brennenden Kerzen die kleine Lichtung erwärmte. In diesem Augenblick umarmten sich die Bewohner des Waldes und fingen an miteinader zu tanzen.

Immer mehr Paare fanden sich,der Troll tanzte mit dem Eichhörnchen, die Hasendame mit dem Schneewolf, der Eisbär mit der Wetterhexe,zwanzig Zwerge machten Handstand und überall wurde die Freude weiter getragen. Es wurde gelacht und gesungen, die Lichtung erstrahlte im schönsten Licht und das kleine Weihnachtsbäumchen schüttelte im Takt seine Glöckchen.

Plötzlich war nur noch Freude auf der Lichtung, alle lachten sich an und nahmen sich bei der Hand oder Pfote. Jeder teilte mit dem anderen sein Glück. Von diesem Weihnachtabend an gab es im Zauberwald keinen Streit mehr, jeder begrüßte den anderen freundlich und herzlich und wenn jemand Hilfe brauchte, ging er einfach auf die Lichtung, wo das Bäumchen dann für ihn die Glöckchen schüttelte, um Hilfe herbeizurufen.


In diesem Sinne friedvolle Weihnachtszeit.

Schlaefer

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von ehemaliges Mitglied am 08.12.2014 um 19:00 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:09.12.2014 09:13 Uhr

 

 

 
 

GIBT ES EINEN WEIHNACHTSMANN?

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RE: Der Zauberwald (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 08.12.2014 19:00 Uhr

GIBT ES EINEN WEIHNACHTSMANN?

Die achtjährige Virginia O´Hanlon aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb sie an die Tageszeitung “Sun” einen Brief:

"Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der “Sun” steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann? -
Virginia O´Hanlon."

Die Sache war dem Chefredakteur so wichtig, daß er seinen erfahrensten Kolumnisten, Francis P. Church, beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der “Sun”.

"Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges
Insekt.

Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann.

Es gibt ihn so gewiß wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen
bliebe übrig.

Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müßte verlöschen.

Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.

Gewiß, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen?

Kein Mensch sieht ihn einfach so.

Das beweist gar nichts.

Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar.

Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen.

Trotzdem gibt es sie.

All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen - das vermag nicht der Klügste auf der Welt.

Was Du auch siehst, Du siehst nie alles.

Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen.

Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter.

Warum?

Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann.

Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften.

Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein.

"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen.

Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.

Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia. Dein Francis Church."

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

Dieser Briefwechsel zwischen Virginia O´Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der “Sun” 1950 – alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung abgedruckt.

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von ehemaliges Mitglied am 09.12.2014 um 09:13 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:10.12.2014 09:26 Uhr

 

 

 
 

Das Weihnachtsgeschenk

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RE: GIBT ES EINEN WEIHNACHTSMANN? (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 09.12.2014 09:13 Uhr


Ein Dollar und 87 Cents: Das war ihr ganzer Besitz am Heiligen Abend. Wie sollte sie davon ein Geschenk für ihren Mann kaufen?
Sie legte sich aufs Sofa und weinte. Dann stand sie auf und tröstete ihr verweintes Gesicht mit der Puderquaste.

Und da vor dem Spiegel kam ihr die Idee: Es gab in der Familie zwei Dinge, die ihr ganzer Stolz waren: seine goldene Uhr und ihr wunderschönes, langes, wallendes Haar. „Ich verkaufe meine Haare“, sagte sie sich, dann habe ich Geld, um ihm ein Weihnachtsgeschenk kaufen zu können.

Gesagt, getan. Sie fand ein Geschäft, das das Haar aufkaufte. Zwanzig Dollar bekam sie für ihre Haare.
In den Restbestand brannte sie sich später zu Hause ein paar Löckchen.
Für das so erworbene Geld kaufte sie ihm eine ganz wertvolle Uhrkette. Endlich sollte er seine Uhr auch öffentlich zeigen können. Bisher versteckte er sie immer verschämt wegen des schäbigen Uhrbandes.

Dann wird es Spätnachmittag. Er kommt nach Hause. Als er seine Frau mit ihren kurzen Haaren sieht, erbleicht er. Sie fällt ihm um den Hals: Sie wachsen schon wieder nach. Und so sind sie doch auch ganz schön!

Aber sie deutet sein Erbleichen falsch. Nicht weil er sie so nicht leiden mochte, erbleichte er, sondern wegen des Weihnachtsgeschenkes, das er für sie gekauft hat: Es sind sie vielen kleinen Kämme und Spangen, vor denen sie schon so oft geträumt hat, als sie noch im Schaufenster des Friseurs lagen. Sie passten so gut zu ihren schönen langen Haaren. Und nun sind sie kurz. Die Haare!

Noch einmal tröstet sie ihren Mann: „Sie wachsen ganz schnell wieder nach!“ Und dann erzählt sie ihm, warum ihre Haare kurz sind: „Ich habe meine Haare verkauft, um dir ein Weihnachtsgeschenk machen zu können.“ Und sie reicht ihm das Päckchen.

Er öffnet es, sieht die wertvolle Uhrkette – und muss lächeln! Er sagt: Wir wollen unsere Weihnachtsgeschenke noch für einige Zeit aufbewahren. Sie sind zu schön, als dass wir sie jetzt gebrauchen könnten! Und dann erzählt er ihr, dass er seine goldene Uhr versetzt hat, um ihr das erträumte Geschenk zu machen.

Besinnliche Vorweihnachtstage
wünscht eisbaerin

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von ehemaliges Mitglied am 10.12.2014 um 09:26 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:11.12.2014 10:40 Uhr

 

 

 
 

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RE: Das Weihnachtsgeschenk (Forum: Weihnachten und Advent - Thema: Gedanken zur Weihnachtszeit) von ehemaligen Mitglied am: 10.12.2014 09:26 Uhr



ALLES KOSTENLOS

Der kleine Fritz sass am Küchentisch und schrieb, die Zungenspitze zwischen den Zähnen, eifrig in sein Heft.

"Was schreibst du denn so fleissig?" fragte die Mutter vom Küchenherd her.

"Eine Rechnung für dich!" antwortete der Junge ohne sich stören zu lassen.

"Da bin ich aber neugierig", meinte die Mutter.

"Du wirst es schon sehen, wenn ich fertig bin."

Als er das ganze Blatt vollgeschrieben hatte, zeigte er es der Mutter, die laut zu lesen begann:

Rechnung von Fritz Holzhauser für seine Mutter

3 x Milch geholt -,15 Euro
2 x Küche geputzt -,60 Euro
3 x Geschirr abgetrocknet -,30 Euro
5 x Schuhe geputzt -,70 Euro
4 x Tisch gedeckt -,40 Euro
macht zusammen 2,15 Euro

Die Mutti musste lächeln, als sie die sonderbare Rechnung gelesen hatte. Dann nahm sie den Bleistift:

"Ich schreibe dir meine Rechnung gegenüber", sagte sie.

"Deine Rechnung?" fragte Fritz erstaunt. "Hast du denn auch was für mich getan?"

"Nun, so ein bisschen was", nickte die Mutter.

Dann schrieb sie:

Rechnung von Frau Holzhauser für ihren Sohn Fritz

8 Jahre für ihn gekocht 0,00 Euro
8 Jahre für ihn gewaschen 0,00 Euro
56 x Hose und Jacke geflickt 0,00 Euro
137 Nächte für ihn gewacht, wenn er krank war 0,00 Euro
29 mal getröstet, wenn er traurig war 0,00 Euro
macht zusammen 0,00 Euro

Aufmerksam las der Junge die Rechnung der Mutter.

"Aber Mutti, warum hast du denn überall 0.00 Euro geschrieben?"

"Weil eine Mutter für ihr Kind alles umsonst tut!", antwortete die Frau. "Aber nun will ich dir die 2,15 Euro geben, die du ja verdient hast."

Da sagte der Junge:

"Nein, Mutti, ich will keinen Cent. Denn deine Rechnung müsste doch hundertmal so groß sein wie die meine."

https://www.youtube.com/watch?

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 11.12.2014 um 10:40 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:13.12.2014 17:33 Uhr

 

 

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