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Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar

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Aus einem sehr lesenswerten Artikel der FAZ:

Zitat:

Zu der nun allseits geforderten und hunderttausendfach praktizierten Willkommenskultur gehört nämlich auch, dass wir die Neuankömmlinge von Anfang an mit den rechtsstaatlichen Spielregeln und europäischen Werten vertraut machen, die Deutschland erst so lebenswert gemacht haben, dass es für Millionen Ausländer zum Ziel ihrer Träume wurde. Zur Willkommenskultur gehört es vor allem, deutlich zu machen, dass der Kernbestand dieser Werte und Regeln nicht verhandelbar ist.
Zu diesem Bestand gehört der Grundsatz, dass Deutschland ein Land ist, in dem man an Gott glauben oder es sein lassen und beides offen sagen kann. In dem, wer das will, zu einem anderen Glauben konvertieren kann. In dem Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen, in das Väter, Brüder und auch Ehemänner nicht hineinzupfuschen haben.
Viele der potentiellen Deutschen, die jetzt zu uns kommen, werden erst lernen müssen, was für dieses Land seit der Reformation und vor allem seit 1949 unter schrecklichen Rückschlägen zum allgemeinen Nutzen selbstverständlich geworden ist.
[...]
Das wird ein mühsamer, ein schmerzhafter Prozess sein. Für manche der jetzt noch begeisterten Flüchtlinge wird die Zukunft Enttäuschungen bereithalten. Wenn Familienzusammenführungen nicht so einfach funktionieren, wie gedacht. Wenn der deutsche Staat Bedingungen stellt und Grenzen setzt. Wenn klar wird: Deutschland ist kein Merkel-Plakat. Die Bilder von dankbaren und glücklichen Menschen, die auf deutschen Bahnhöfen von jubelnden Einheimischen begrüßt werden, zeigen ein offenes, gastfreundliches, tolerantes Land, und das ist rührend schön.





(Hervorhebung durch mich)

Weiterlesen:
http://www.faz.net/aktuell/pol

(Auf 4 Seiten legt der Autor Michael Martens dar, was beide Seiten, Deutsche Bürger und Ankömmlinge, beachten sollten. Er geht dabei auch auf die Fehler ein, die Deutschland seinerzeit bei der Aufnahme der "Gastarbeiter" gemacht hat. Ein sehr lesenswerter Artikel, wie ich finde!)

Carina

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von Carina48 am 16.09.2015 um 20:07 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:4

letzter direkter Beitrag:.. um Uhr

Anzahl Themenbeiträge:34 (Nur direkte Beiträge anzeigen)

letzter Themenbeitrag:14.01.2018 um 12:45 Uhr

Mitglied: Carina48

Beiträge: 7725 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Danke

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RE: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von Carina48 am: 16.09.2015 20:07 Uhr

Danke für das aufmerksam machen auf den Artikel der Fatz

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von Mynona58 am 17.09.2015 um 12:47 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:17.09.2015 15:24 Uhr

Mitglied: Mynona58

Beiträge: 12 - Registriert seit: 11.10.2010

 

 

 
 

Hat mal jemand

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RE: Danke (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von Mynona58 am: 17.09.2015 12:47 Uhr

darüber nachgedacht, dass dieses Hervorstreichen der Unterschiede der Kulturen und der angeblich so speziellen freiheitlichen Grundrechte, die anderswo nicht, aber in D herrschen (was ja leider auch nicht immer in dem Maße der Fall ist, wie wir es gerne hätten, siehe Gleichberechtigung) und die wir nun den Neuankömmlingen beizubringen haben, wie es im faz-net und ähnlichen Beträgen zur Zeit häufig zu lesen ist, vor allem dem Bedürfnis gerecht wird, sich als Deutscher von den Neuankömmlingen abzugrenzen?

Wenn ich einem, der neu in mein Haus zieht, wirklich willkommen heißen will, werd ich ihm doch nicht als erstes die Hausordnung zeigen. Sondern ihn fragen, woher er kommt, wie es da ist, was er erlebt hat, dann von mir dasselbe erzählen.
Alle Erfahrung zeigt: Für freundschaftlichen Umgang ist es hilfreich, erstmal die Gemeinsamkeiten herauszustreichen. Und erst, wenn so Beziehung hergestellt wurde, fällt das Aufmerksam-Machen auf Unterschiede (hier wie dort) oder eben bestehenden Regeln für das Zusammenleben auch auf einen viel fruchbareren Boden. Sonst ruft es nur Distanz hervor.

Gruß Vilde, die selbst viel Erfahrung damit hat, Ausländerin zu sein, wenn auch nicht in D.

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von vildemor am 17.09.2015 um 15:24 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:19.09.2015 12:29 Uhr

Mitglied: vildemor

Beiträge: 1224 - Registriert seit: 13.01.2010

 

 

 
 

Gastarbeiter?

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RE: Hat mal jemand (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von vildemor am: 17.09.2015 15:24 Uhr

Wenn du als Fremder in einem fremden Land ein Bleiberecht erstrebst, wirst du schnell einmal auf Distanz und Abgrenzung stossen, liebe Vildemor. – Reale Wirklichkeit. Und du bist dort nur theoretisch Gast.
Zuerst werden dir die Verordnungen gezeigt, die «Benimmregeln». Das erscheint verständlich, aber erschreckt den Fremden.
Auch mich hat das erschreckt, als ich Mitte der sechziger Jahre zum ersten mal in der Schweiz beruflich Fuss fasste.
Da empfand ich bei vielen höchstens Argwohn und erlebte keinen besonders freundlichen Empfang und schon gar nicht eine Warmherzigkeit. Da wurde von Anfang an klar gelegt, wie ich mich zu verhalten habe. Ohne Kompromiss. Es wurden sogar an der Grenze bei der Einreise «Verhaltensregel»-Blätter verteilt.
Selbstverständlich gab es auch sehr nette Menschen, die einem geholfen haben. Aber ich habe ein allgemeines Misstrauen empfunden. Ich hatte das Gefühl, das «Gutwill» musste man sich erst erarbeiten.

Gut, das war vor etwa 50 Jahren. Und heute? Vieles hat sich verbessert. Ich aber setze immer noch ein paar Fragezeichen.

Gruss
frederik

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von ehemaliges Mitglied am 17.09.2015 um 16:51 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:17.09.2015 18:04 Uhr

 

 

 
 

Meine Gedanken sind,

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RE: Gastarbeiter? (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 16:51 Uhr

wir schaffen ja noch nicht mal innerdeutsche Toleranz.

Ich fühle mit den Menschen, die eine neue Heimat und ein besseres Leben suchen. Mögen auch Trittbrettfahrer dabei sein.

Für mich stellt sich die einfache Frage, wer ist Schuld an dieser Misere??? Doch nicht die Menschen, die jetzt Schutz suchen?

Schlaefer

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von ehemaliges Mitglied am 17.09.2015 um 18:04 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:17.09.2015 20:11 Uhr

 

 

 
 

Schuld

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RE: Meine Gedanken sind, (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 18:04 Uhr

Sicherlich, Schläfer, sind nicht die Schutzsuchenden die Schuldigen.

Aber wer ist denn immer Schuld? Die Schuld sucht man meist bei den Kleinen, Schwachen, bei denen, die sich nicht wehren können – –

Dazu eine kleine Geschichte:

Es war kurz nach den Kriegsjahren. Ich war etwa sechs oder sieben Jahre alt. Die meisten Menschen besassen wenig. Aber ich besass immerhin ein neues Kaputzenmäntelchen und war mit meiner Mutter in der Stadt. Wir standen vor irgendeinem Schaufenster. Vor dem Schaufenster ein frisch gestrichenes Geländer.
Ich lehnte mich mit beiden Armen auf dieses Eisengitter.
Da schlug Mutter zu. Einmal links – einmal rechts. Die Ohrfeigen sassen perfekt.

So – wer war nun schuld?
Der Anstreicher? – als Verursacher
Das Kind? – das nicht aufpasste
Die Mutter? – die zornig wurde, weil das teure Mäntelchen...

Für meine Mutter schien die Sache klar zu sein!

frederik

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von ehemaliges Mitglied am 17.09.2015 um 19:28 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:17.09.2015 19:53 Uhr

 

 

 
 

Lieber Frederik,

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RE: Schuld (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 19:28 Uhr

danke für Deine Anfrage, aber die Situation die jetzt herrscht, dafür sind mit Gewiissheit die "Kleinen" nicht verantwortlich.

Zu Deiner Geschichte kann ich Dir auch eine erzählen.

Ich bin im Osten aufgewachsen, meine Mutter mußte uns vier Kinder alleine großziehen, hart arbeiten.Im Frühling bin ich immer wie eine Wilde, Rollschuh gefahren und meisstens auf die Knie gefallen. Strumpfhosen und Knie defekt. Nach Hause gekommen und rechts und links Backpfeifen erhalten. aber nicht weil das Knie defekt war? sondern die Strumpfhosen, die haben 20,- Ostmark gekostet. dafür musste meine Mutter mindestens zwei Nachtschichten arbeiten.

Aber was ist das schon für ein Schmerz, gegenüber was diese Menschen heute suchen??? Ein bissel freies und glückliches Leben, weil andere an deren Elend verdienen??? Ich weiß es nicht. Schon jetzt kommen Meldungen, wo Immobilienhaie Geschäfte machen, mit dem Elend der Asylsuchenden.

Der Mensch mit seiner Gier ist der Schuldige!!!

meint die Schlaefer

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von ehemaliges Mitglied am 17.09.2015 um 19:53 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:17.09.2015 21:36 Uhr

 

 

 
 

Ich häng mich mal an dich dran, schlaefer

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RE: Meine Gedanken sind, (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 18:04 Uhr

Zitat:

vildemor:
Wenn ich einem, der neu in mein Haus zieht, wirklich willkommen heißen will, werd ich ihm doch nicht als erstes die Hausordnung zeigen. Sondern ihn fragen, woher er kommt, wie es da ist, was er erlebt hat, dann von mir dasselbe erzählen.



Das haben die vielen Menschen in München und anderswo, die die Flüchtlinge willkommen geheißen und ihnen mit Spenden und tätiger Hilfe entgegen gekommen sind, auch nicht getan, vildemor. Erst mal müssen sie zur Ruhe kommen und die Chance haben, sich zu orientieren. Es ist schwer genug für sie. Das sehe ich auch so.

Dennoch denke ich, dass zu den Informationen, die die Menschen bekommen müssen (neben den Adressen für zuständige Ämter, Ärzte, usw.) auch Informationen über unser Land und dessen Regeln gehören.

Kontakt zu den Menschen suchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ist das Gebot der Stunde, da bin ich ganz bei dir. Aber du darfst eben nicht nur die syrischen Familien mit Kindern sehen, sondern auch die vielen jungen Männer aus Afrika und dem "fernen" Osten, und diejenigen, die auf unserem Boden ihre Glaubenskriege ausfechten und ganze Erstaufnahme-Einrichtungen kurz und klein schlagen.

Es geht nicht darum, ihnen gleich beim Grenzübertritt mit dem erhobenen Zeigefinger und einem Ausdruck des Grundgesetzes entgegen zu treten, vildemor ... wann wäre der "richtige" Zeitpunkt, den Menschen "die Hausordnung" zu zeigen? (Stell es dir doch einmal im Kleinen wirklich so vor, dass Menschen aus einer völlig fremden Kultur und mit hohen Erwartungen in dein Haus ziehen, in welchenm du mühsam Platz schaffen musst ... und zunächst mal keinen Erfahrungsaustausch und keine Gespräche mit dir wollen ... )

Zitat:

schlaefer:
Für mich stellt sich die einfache Frage, wer ist Schuld an dieser Misere??? Doch nicht die Menschen, die jetzt Schutz suchen?



Nein, schlaefer.
Darüber haben wir in diesem Forum auch schon häufier diskutiert, und es ist den meisten von uns klar, dass "der Westen" erst den Boden bereitet hat für die jetzigen Folgen.

Und die deutsche Waffenindustrie verdient kräftig mit ...

Klar ist jedenfalls, wie der Kölner Stadtanzeiger schreibt:

Zitat:

Diese Krise ist gekommen, um zu bleiben. Ebenso wie die Menschen, die sie mit sich reißt.Die Bewältigung wird Jahrzehnte dauern. Die Probleme werden nicht nur als Haftungsfonds gegenwärtig bleiben wie in der Eurokrise. Sondern in jeder Stadt, in jeder Schule, in jeder Nachbarschaft. Diese Krise hat mehr spalterisches Potenzial als die Grexit-Debatte.



Das "spalterische Potenzial" beobachten wir gerade an den Außengrenzen der EU - und in den großen Städten bei uns und anderswo in (Ost-)Europa.

Carina

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von Carina48 am 17.09.2015 um 20:11 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: Carina48

Beiträge: 7725 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Liebe Schlaefer

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RE: Lieber Frederik, (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 19:53 Uhr

Natürlich wollte ich das nicht mit dem Flüchtlingselend vermischen und auch keine Vergleiche ziehen.
Mit meiner Geschichte bin ich auch vom ursprünglichen Thema weit abgezweigt.
Beim Wort «Schuld» fiel mir die psychologische Bedeutung ein. Dass der Mensch anscheinend immer einen Schuldigen braucht.
Egal auf welcher Ebene.
Aber ich glaube, dass wäre ein Thema für sich.

Den letzten Absatz deines Beitrages kann ich nur beipflichten.

Noch eine gute Nacht wünscht

frederik

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von ehemaliges Mitglied am 17.09.2015 um 21:36 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:17.09.2015 21:45 Uhr

 

 

 
 

Frederik,

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RE: Liebe Schlaefer (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 21:36 Uhr

nichts für Ungut, wünsche Dir auch ein gute Nacht.

Wir wissen, worauf wir heute unser Haupt betten, dafür sollten wir sehr dankbar sein. Und ich glaube wir beide wissen das?!?

Liebe Grüße aus Leipzig sendet
Dir ganz persönlcih ,die


Schlaefer

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von ehemaliges Mitglied am 17.09.2015 um 21:45 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:18.09.2015 00:02 Uhr

 

 

 
 

@Carina

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RE: Frederik, (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von ehemaligen Mitglied am: 17.09.2015 21:45 Uhr

ich reagierte auf diese Art von Zeitungsartikeln, von denen ich befürchte, dass sie zahlreiche Menschen eben dazu anleiten, mit erhobenen Zeigefinger da zu stehen. GottseiDank nur einen Bruchteil wie die vielen Hilfesbreiten zeigen. Der Zeitpunkt, wann über solche Dinge am Besten geredet werden kann, ist wenn sich jemand angenommen und aufgehoben fühlt, als Mensch unter Mitmenschen in der Begegnung. Und wo du in diesem Sinne jemand entgegen trittst, wird er auch mit dir reden, wenn er seine 5 Sinne noch beieinander hat.


Bereits vor vielen Jahren kurz nach dem Studium habe ich übrigens mit 2 afrikanischen jungen Männern (aus Eritrea, das es damals noch nicht gab),anerkannte politische Flüchtlinge, in ner WG zusammen gelebt. Das Problem waren nicht die anderen Frauenvorstellungen, sondern daß sie traumatisiert waren, weil sie im Gefängnis gesessen und die äthiopische Polizeit sie schwer gefoltert hatte. Damals hat noch kein Mensch davon geredet, dass es posttraumatische Stressstörungen gibt, die sehr massiv sein können, Waren sie auch. Irgendwann ging es nicht mehr. Und wir bestanden auf Auszug (wegen uns unerklärlichen plötzlichen Aggressionsausbrüchen) Aber eines weiß ich: es waren auch nur Menschen.
Und so wie Kinder von Scheidungseltern sehr schnell lernen, das, was beim einen Elternteil erlaubt ist, darf ich nicht beim anderen, so wird auch dem Zugewanderten meist schnell genug klar, dass es unterschiedliche Regeln in Herkunfts- und Aufnahmeland gibt. Nachhelfen ist bestimmt kein Fehler, weil bestimmte Dinge einfach schwierig zu verstehen sind, wie z.B. unsere Justiz aufgebaut ist oder unser Gesundheits- oder Versicherungswesen oder Bildungssystem, da gibt es enorme Unterschiede schon zwischen europäischen Staaten, z.B. der Schweiz und D.. Aber solche Fragen kommen dann schon von alleine auf, wenn man miteinander spricht und nicht nur den Anderen belehren will.
@ Frederik, die Schweizer sind ja für ihre Fremdenfeindlichkeit bekannt. Sympathisch und nachahmenswert find ich das nicht. Dir als Deutschen kann das nicht so viel anhaben, es gibt nämlich auch immer ein Statusgefälle zwischen Ausländern je nach Macht und Ansehen ihrer Herkunftsländer. Und das drückt sich nicht zuletzt im eigenen Selbstbewusstsein im Ausland aus. Ein weißer Ami wird z.B. in D akzeptiert, ebenso ein Franzose, auch wenn er nach Jahren hier noch kaum deutsch gelernt hat. Es würde auch weder Ami noch Franzosen beeindrucken, wenn du als Einheimischer seine mangelnden Deutschkenntnisse wirklich misbilligst. Bei einem Türken wär das anders.
Gute Nacht
Vilde

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von vildemor am 18.09.2015 um 00:02 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:18.09.2015 16:51 Uhr

Mitglied: vildemor

Beiträge: 1224 - Registriert seit: 13.01.2010

 

 

 
 

Nur als Ergänzung!

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RE: @Carina (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von vildemor am: 18.09.2015 00:02 Uhr

Hätten diese Diskussionen so intensiv und in Nuancen stattgefunden, als wir im Nachthimmel die Lichtblitze zucken sahen, die uns in den Nachrichtensendung präsentiert wurden. Als mit jedem Lichtblitz hunderte vielleicht sogar tausende Frauen und Kinder in Libyen, Irak durch Natostaaten "freigebombt" wurden, könnten wir uns einige aktuelle Sorgen sparen. In den restlichen Ländern wird dies mit Geld und Waffen arrangiert. Das Zauberwort heißt Hybridkrieg.

Natürlich könnten wir uns auch fragen warum Diktatoren Marke Saudi Arabien gestützt, andere unangenehme Staatsführer als solche bezeichnet und bekämpft werden. Aber solche Fragen werden nur noch im Kabarett aufgeworfen.

Bei jedem Busunglück wird nach Verantwortlichen geschrien, in der Flüchtlingsdebatte interessiert das kaum jemanden.
Wir sind keine Demokratie, wir sind ein besetztes Land der USA und werden dies bis 2099 bleiben. Originalton Barack Obama!

Gruß
Pepper

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von Sergeant Pepper am 18.09.2015 um 11:40 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: Sergeant Pepper

Beiträge: 1658 - Registriert seit: 05.06.2010

 

 

 
 

Hallo Vilde

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RE: @Carina (Forum: Tagespolitik - Thema: Das Grundgesetz ist nicht verhandelbar) von vildemor am: 18.09.2015 00:02 Uhr

Verallgemeinern darf man zwar die Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz trotzdem nicht.
Es gibt mir zwar sehr zu denken, dass etwa mit 30 Prozent eine Rechtspartei die stärkste Partei hier ist.

Als «Trost» kann man dazu nur sagen, da bleiben ja noch 70 Prozent übrig.
Und von diesen 70 Prozent scheint der grösste Teil wirklich in Ordnung zu sein.

Ein schönes Wochenende

frederik

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von ehemaliges Mitglied am 18.09.2015 um 16:51 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

 

 

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