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Thema: Amoklauf an Schulen,

 

 
 

Egal....

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RE: Diese Idylle (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 14.03.2009 19:25 Uhr

....wer was wie sieht..... ich fand die damalige Zeit einfach Klasse.....
Mein Opa hat mit Pferden, Pflug und Egge die Felder bestellt und Getreide und Kartoffeln angebaut..... ich spielte am Wegesrand mit Heuhüpfern..... war übrigens interessant festzustellen, dass ein Heuhüpfer ohne Beine nicht mehr hüpfen kann... (sorry, ich war ca. 4 Jahre alt... )....

Einkäufe wurden mit Pferd und Wagen oder mit dem Fahrrad erledigt.... es gab so gut wie keine Autos.... einfach herrlich....

Natürlich möchte ich heute z.B. keine Waschmaschine mehr missen, denn mit Schrubbbrett am Fluss war das für meine Oma und Mutter bestimmt nicht prickelnd (stelle mir gerade ihre "Eisflossen“ im Winter vor.... brrrr).

Serienmörder gab es bei uns nicht....... auch keine Einzelmörder oder sonstige Gewaltverbrecher..... nur Mundräuber......

Wenn mich heute jemand fragen würde:
Auto oder Pferd und Wagen... sofort Pferd und Wagen....

LG
sunnymoon

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von ehemaliges Mitglied am 14.03.2009 um 20:21 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 09:49 Uhr

 

 

 
 

Es war

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RE: Egal.... (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 14.03.2009 20:21 Uhr

auch eine schöne Zeit!

Hallo sunnymoon,
wir hatten zwar nicht die Mittel wie heute, aber weit mehr Möglichkeiten, allerdings wurden wir auch mehr zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung erzogen.

Lehrer und Polizisten waren Respektpersonen und nicht, wie heute, die "Watschenmänner" der Nation.

Aber trotz aller Nostalgieträume komme ich nochmal auf das eigentliche Thema zurück.

Unsere "Kanzlerin" bedauert und droht mit unangemeldeten und schärferen Kontrollen.
Und unser "Innenminister" bereitet prompt wieder den flächendeckende "großen Lauschangriff° vor.

Aber der Oberhammer sind die Eltern des "Spinners von Winnenden".

Weil eventuelle Regressanspruche auf sie zu kommen können (auf wen den sonst?), lassen sie durch ihren Anwalt erklären, dass ihr Sohn nicht in psychiatrischer Behandlung war und drohen mit Klage.
Kein Wort der Entschuldigung oder des Bedauern, bzw. der Bitte um Verzeihen und schon gar kein Wort des Mitleids gegenüber den Opfern und den Hinterbliebenen.

Was für eine Geisteshaltung!

Anscheinend fällt der Apfel doch nicht weit vom Stamm.

Solange auch nur ein solch "Spinner" und Vater eines "Spinners" Waffen besitzen darf, gehören Waffen in Privatbesitz verboten!

Ach was, das gehört generell verboten.

"Ich kann garnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte."

Der Satz ist zwar nicht von mir, aber er trifft mitten ins Schwarze!

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 09:49 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 10:07 Uhr

 

 

 
 

Die Zeiten haben sich geändert

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RE: Es war (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 09:49 Uhr

und die Menschen auch.
Verbrechen gab es immer schon, nur das es heute durch alle gesellschaftlichen Schichten geht.

Heute wollen gerade die jungen Menschen immer mehr, wollen das, was der Andere hat und dazu ist ihnen fast jedes Mittel recht um es zu bekommen. Wer nicht zu ihnen paßt wird gnadenlos ausgegrenzt und sucht sich dann seine eigene Welt wo er einer von vielen sein kann. Heute ist es eben das Internet wo man anonym " mitspielen " und so der realen Welt entgehen kann.

Wenn ich da an meine Schulzeit und Jugend denke. Auch damals war nicht immer nur eitler Sonnenschein, es wurde auch geprügelt und böse " Streiche " gespielt, man hatte auch Angst vor der Schule und den Lehrern, aber damals brauchte man keine Angst davor zu haben, wie in einem schlechten Film einfach abgeknallt zu werden.

Manchmal bin ich richtig froh darüber kein jugendlicher Mensch mehr zu sein, sondern eine erwachsene Frau, die diesen Terror, diesen alltäglichen Zwang auf gleicher Höhe anderer Jugendlicher sein zu müssen, nur aus den Medien kennt.

Über das, was sich jetzt in dem Fall abspielt, kann man nur sprachlos resignieren und fragt sich doch, in was für einer Welt lebt man eigentlich. Ein Drehen und Winden um die Verantwortung solch einer Bluttat !
Viele Menschen sind tief betroffen von dieser Tat, selbst die Großeltern sind geschockt und wie reagieren die Eltern........
Herzlose Eltern = herzlose Kinder ?

Liebe Grüße
Peggysue

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von peggysue am 15.03.2009 um 10:07 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 20:11 Uhr

Mitglied: peggysue

Beiträge: 12955 - Registriert seit: 25.09.2007

 

 

 
 

Die Zeiten haben sich geändert

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RE: Die Zeiten haben sich geändert (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von peggysue am: 15.03.2009 10:07 Uhr

Wie recht Du hast, Peggy.

Herzlose Eltern = herzlose Kinder das ist leider so, und ich möchte dem noch hinzufügen: Unerzogene Eltern = unerzogene Kinder.

Ich bin fest davon überzeugt, dass der mangelnde oder zu geringe Eltern-Kinderkontakt eine ganz wesentlich Rolle beim Zustandekommen der Fehlentwicklungen in der jungen Generation spielt.

Wie das allerdings zu ändern wäre, davon habe ich keinerlei Vorstellung. Wie soll ein enger Kontakt mit gegenseitigem Austausch zwischen Eltern und Kindern stattfinden, wenn alle nach hastig verdrücktem Frühstück (wenn überhaupt) aus dem Haus hetzen, und nach 9 Stunden oder mehr abgeschlafft heimkommen.

Ich habe vor einigen Tagen in einer Sendung von Wieland Backes den Vater einer Familie mit 6 Kindern gehört, der sagte: "Bei mir wird nicht diskutiert, da gibt es nur Anordnungen, die strikt befolgt werden müssen. Wo käme ich denn da hin, wenn ich alles mit sechs Kindern durchdiskutieren würde?"
Da gebe ich ihm recht, aber das Ergebnis sehen wir tagtäglich. Beiderseitiges Unverständnis, Aggressionsstau und was weiss ich noch.

Wer hat denn eine Vorstellung wie man das ändern könnte? Kitas und Horte, die die Kinder in "Obhut" nehmen, bis die Eltern heimkommen machen doch alles nur noch schlimmer, weil die Kinder dann dauernd in eine Gemeinschaft gezwungen werden, in der sie sich oftmals nicht wohlfühlen.

Die ganze Situation ist heillos verfahren

mein Rolf  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 12:48 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 14:02 Uhr

 

 

 
 

Virtuelle Welt oder reales Leben?

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RE: Die Zeiten haben sich geändert (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 12:48 Uhr

Jedes Kind muss sich seine Weltvorstellung aufbauen und dies geschieht als erstes in der Beziehung zu den Eltern und Geschwister und weitet sich aus, wenn die Einflüsse von außen kommen, wie z.B. Kindergarten / Schule.
Grundlegende soziale Fähigkeiten werden schon seit Urzeiten im einfachen, unmittelbaren Spiel eingeübt, ein Computerspiel kann diese Erfahrung nicht ersetzen.

Die direkte, unmittelbare Begegnung mit anderen Menschen, unter Begleitung und /oder Beteiligung der Eltern, prägt ein Kind und seine Vorstellung von der Welt.
In der Phase der Sozialsierung eines jungen Menschens fehlt häufig die helfende Hand der Erwachsenen.
Kinder erleben heute doch mehr die virtuelle Welt. Der in den letzten Jahren rasant gestiegene Medienkonsum hat die Freizeit und Lebenswelt unserer Kinder und Jugendlichen dramatisch verändert.
Es zeichnet sich eine, erschreckend geringe Frustrationstoleranz ab, das passive konsumieren lässt die Einschätzung der realen Welt nicht mehr zu. Die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit von Jugendlichen ist reduziert.

Die Frage von Dir lieber Rolf „ was können wir dagegen tun „
Die jetzige Lage der Kinder und Jugendlichen ist deshalb so gefährlich, weil sie verhindern, dass Kinder und Jugendliche befähigt werden, ihr Leben zu bejahen, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und dadurch ihren Alltag sinnorientiert und verantwortungsbewusst zu gestalten.
Familie und Schule müssen daher ihren Erziehungsauftrag wieder ernster nehmen.
Auch wenn wieder kritische Stimmen rufen werden, daß heutzutage die Mütter mitarbeiten müssen, damit Familie überleben können.
Es ist und bleibt die ureigenste Aufgabe von Vater und Mutter, die Verantwortung zur Erziehung ihrer Kinder zu übernehmen. Erst an zweiter Stelle kommt für mich der Ruf nach der Verantwortung der Schule.

Vielleicht wenn wir alle bereit sind und eine Stufe unserer Ansprüche runter schrauben, ist die Besinnung auf die eigentlichen Werte in unserer Gesellschaft möglich.

Feste Rituale geben Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Menschen eine Struktur und vereinfachen so das Leben im Alltag.

Ich habe mich schon immer gefragt, „ warum müssen wir zur Führung eines Kraftfahrzeuges einen Führerschein machen……. und bei der Erziehung unserer Kinder……?“

LG
mullemaus

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 14:02 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 14:51 Uhr

 

 

 
 

Ist es nicht

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RE: Virtuelle Welt oder reales Leben? (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 14:02 Uhr

auch so, dass sowohl in der Tierwelt,
als auch bei den Menschen-
eine natürliche Auslese statfindet,
zwischen lebensfähigen und nicht
lebensfähigen Geschöpfen?
Ich muss an meinen Bruder denken, er war zu weich für dieses Leben, zu sensibel -er hat es nicht ausgehalten und hat
frühzeitig Abschied genommen.
Das hier Nicht-Betroffene mitgenommen wurden-
die Ursachen dafür vermag ich nicht zu beurteilen

re-ri

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 14:51 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 17:15 Uhr

 

 

 
 

Hallo Re-ri,

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RE: Ist es nicht (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 14:51 Uhr


in der Selbstmord-Forschung sind solche Nachahmungs-Phänomene unter dem Begriff Werther-Effekt bekannt. Dort zeigt sich, dass die Darstellung in Film und Fernsehen von aufsehenerregenden Suiziden, vor allem in direkter Folge, zu einer Erhöhung von Selbsttötungen beitragen kann, gerade bei jungen Menschen.
Nach den neusten Forschungen und Analysen wird auch beim Amok eine solche Verknüpfung nicht ausgeschlossen.

Der bekannte Unterschied ist, nach Prof. Dr. med. Volker Faust,
der Amok-Läufer tötet andere - und dann meist sich selber.
Der Selbstmörder tötet sich selber (und manchmal zuvor wohl auch andere - aber nur in seiner oft wütend-verzweifelten Fantasie). Für Selbstmörder gelten zwei nachdenkenswerte Sätze:
1. Selbstmörder ist man lange, bevor man Selbstmord begeht.
2. Selbstmord, das ist die Abwesenheit der anderen.

Beide Menschen sind zu bedauern, da sie keinen Weg finden um mit unserer Welt zu Recht zu kommen.

LG
mullemaus

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 17:15 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 18:39 Uhr

 

 

 
 

Ja,danke mulle

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RE: Hallo Re-ri, (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 17:15 Uhr

das ist verständlich, für mich
und ich empfinde wirklich Mitleid für
diese jungen Leute, die keinen
anderen Ausweg sehen

LG
re-ri

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 18:39 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

 

 

 
 

Hallo Peggysue,

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RE: Die Zeiten haben sich geändert (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von peggysue am: 15.03.2009 10:07 Uhr

irgendwie verstehe ich es sogar, wenn Eltern ihren Kindern jeden Wunsch erfüllen wollen.
Denn sie wissen doch ganz genau, dass sie ihnen die Räume für unbeschwertes Spielen und zur freien Entfaltung ihrer eigenen Fantasie nicht mehr geben können.

Die Zeiten unserer Jugend und auch die unserer Kinder, den Eltern von heute, sind ein für alle Mal vorbei!

Ich kann und will hier allerdings nur über die Situation in Hamburg sprechen.

Hier verschwindet immer mehr Grün und dafür wird ständig mehr und höher gebaut.

Die Bevölkerungs- und die Verkehrsdichte sind die größten Probleme in einem Stadtstaat.

Einfach "draußen" spielen ist nicht mehr möglich, da die Gefahr einfach zu groß ist.

In Hamburg ist der Hort die einzige Möglichkeit, wo die Kinder miteinander spielen können.

Mein Enkel geht täglich 2-3 Std. in den Hort.
Jetzt in den Ferien sogar 3-4 Std.(und zwar freiwillig!), denn da sind seine Freunde.
Und wenn die Betreuerinnen mit den Kindern den Hort verlassen (Spielplatz, Ausflug, etc.), fragen sie nach Begleitung und dann geht man eben mit.

Aber die Zeit im Hort ist nunmal altersmäßig begrenzt und dann sind die Kinder sich mehr oder weniger selbst überlassen.
Sie hängen dann irgendwo rum, ohne zu wissen, was sie mit sich anfangen sollen.

Und denn Jugendlichen geht es kein Stück besser.
Für sie bleibt nur das rumhängen auf der Straße, denn von den Spielplätzen werden sie verscheucht.
Wenn jedoch Jugendliche Eigeninitiative zeigen und selbst etwas auf die Beine stellen wollen, dann sind sofort die Behörden da, um es im Keim zu ersticken.
Tolleranz wird in Hamburg nämlich groß geschrieben!
Dass sich da Frust aufbaut, verstehe ich völlig.
Und Frust entlädt sich nunmal in Gewalt.

In meinem Stadtteil gibt es einen Jugendtreff, aber
5 Drogenberatungsstellen.

Aber die Errichtung von ausreichenden Kinder- und Jugendeinrichtungen wurde einfach unterlassen.
Ist ja auch kein Geld mit zu verdienen.

Wie gesagt, Stadtstaaten können nur nach oben bauen.
Aber Flächenländer haben da klar bessere Möglichkeiten.
Ob diese allerdings genutzt werden, weiß ich leider nicht.

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 20:11 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.03.2009 20:53 Uhr

 

 

 
 

Gruß von einem anderen Stern

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RE: Hallo Peggysue, (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 20:11 Uhr


meine Söhne und ich scheinen auf einem anderen Stern oder Planeten zu leben.
Als Kinder hatten sie ihren kleinen (Reihenhaus, 70qm) Garten mit Schaukel, Erdbeeren, Himbeeren, Salat, Gemüse, Zwetschgen und Apfelbäumen, (Kirschen wachsen bei uns im Moor nicht), neben der Schule den Sportverein, die Musikschule.
Sie waren beim Teak-won-do, Judo, Fussballspielen, Fechten, Tischtennis, Schwimmkurs, Skikurs, Tanzkurs und hatten aufgrund brüderlicher Eifersucht zwei Computer, Spiele von Eishockey-Manager, Siedler, Fussball-Manager bis Killerspiele, Handy und Internet. Hockey-Schläger und Tennisball im Keller haben sich wunderbar als Lernmethode für Lateinvokabel erwiesen.
Der Preis für dieses Leben war, kein Urlaub in fernen Ländern, keine Markenkleidung, ein verrostetes altes Auto, 40 Jahre alte Vorhänge und Teppiche von der verstorbenen Oma, die Couch ist in etwa genauso alt, kein überfüllter Kleiderschrank (waschen alle 5 Tage sonst hat keiner mehr etwas zum anziehen) und Friseur hab ich seit 15 Jahren auch nicht mehr gesehen, meinen Pagenschnitt kann ich selbst sowieso am besten.
Wir leben allerdings in einer Kleinstadt in Oberbayern mit gerade mal 20000 Einwohnern, mein Mann war mit seiner Firma mehr verheiratet als mit mir, was Freizeitausgaben von Haus aus eingeschränkt hat.
Das einzige was ich diesem Staat anlasten kann, sind die viel zu hohen Abgaben und viele schlechte Lehrer, gegen die ich meine Kinder immer schützen musste, ansonsten denke ich sind sie viel schöner aufgewachsen als ich.

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 20:53 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:16.03.2009 00:39 Uhr

 

 

 
 

Kommt mir so bekannt vor Tessa

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RE: Gruß von einem anderen Stern (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 20:53 Uhr

ich kenne einige Deiner Beschreibungen sehr genau. Ich habe bewußt sieben Jahre ( 1974-1981 ) nicht gearbeitet, da ich die Verantwortung als alleinerziehende Mutter sehr ernst genommen habe. Ich schäme mich nicht, daß ich in der Zeit Sozialhilfeleistungen in Anspruch genommen habe. Dafür habe ich auf Urlaub und sonstigen Luxus gerne verzichtet.
Aber dafür hatte ich Zeit, in der wichtigen Lebensphase der Kinder ansprechbar zu sein, ihnen als Freund und Freundin zur Seite zu stehen. Sie zu vollwertigen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu erziehen war mir ein großes Anliegen.
Nachdem die beiden Kinder ein stabiles Lebensumfeld hatten und sie in der Lage waren mit mir gemeinsam die Lebenssituation zu meistern bin ich wieder als Vollzeitkraft in meinem Beruf eingestiegen. Ihr soziales Engagement zeigt mir, daß es sich gelohnt hat in einem wichtigen Lebensabschnitt der Kinder auch für sie dazu sein. Und mir hat es nicht geschadet mal nicht den neuesten Fummel aus der Boutique zu tragen.
Sie haben auf vieles verzichten müssen, aber geschadet hat es ihnen nicht, da wir offen über alles geredet haben und andere Werte wie Ehrlichkeit und Vertrauen wichtiger waren. Während meiner Berufstätigkeit haben wir aber einmal am Tag eine gemeinsame Mahlzeit eingenommen, die als Ritual sehr wichtig war, da wurden "Probleme und Problemchen" besprochen und auch viel herzhaft gelacht.

LG
mullemaus

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von ehemaliges Mitglied am 15.03.2009 um 21:29 Uhr  Legende ausblenden

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Hallo Sokratessa,

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RE: Gruß von einem anderen Stern (Forum: Tagespolitik - Thema: Amoklauf an Schulen,) von ehemaligen Mitglied am: 15.03.2009 20:53 Uhr

würdest du mir mal bei Gelegenheit erklären, was Hockeyschläger, Tennisbälle und Lateinvokabeln miteinander zu tun haben?

Ansonsten ist genau im Umland der Unterschied zwischen einem Flächenland und einem Stadtstaat.

Hamburg rühmt sich seiner Grünflächen, aber die Meisten sind Friedhöfe und die wirklichen Parkanlagen werden akribisch gepflegt.
Da fehlt eigentlich nur noch das Schild "Kinder unerwünscht"!

Es gibt in den Parks auch Spielplätze, so ist es nicht.
Aber nur für "die Kleinen" (bis 10 Jahren) und diese werden von den Horten auch genutzt.
Für die älteren Kinder ist "Ende Gelände"!

Hamburg hat seit den 60er Jahren eine gleichbleibende Einwohnerzahl von rund 2 Millionen Bürgerinnen und Bürger, sowie jetzt zusätzlich rund 250000 ausländische Mitbürger und Mitbürgerinnen.
Aber es werden viele Flächen für Industrie, Hafenerweiterung und Containerterminals gebraucht.

Der Stadtteil in dem ich lebe hat jetzt über 200000 Einwohner.

Zu meiner Kindheit gab es hier noch 5 Dörfer mit Landwirtschaft.
Jetzt gibt es nur noch die Namen, die Dörfer und die Nutzflächen wurden "zubetoniert".
Wir hatten auch einen Fußballverein im Dorf.
Auch vorbei!
Auf dem Fußballplatz steht heute eine Seniorenanlage.

Auf Grund deiner Schilderung nehme ich mal an, ihr habt die Natur noch "vor der Tür".
Wo die Kinder toben und ihre Fantasie frei entfalten können.
Damit ist es bei uns vorbei.
Wenn die Betreuerinnen vom Hort mit den Kinder in den Wald wollen, ist das ein Tagesausflug.
Mal eben für 1-2 Std. ist nicht drin.

Auch wenn mein Enkel jetzt 2 mal die Woche Jiu Jitsu, einmal Turnen und einmal Pfadfinder hat, mache ich mir doch Sorgen, wie es sein wird wenn er 12/13 ist.

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 16.03.2009 um 00:39 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:16.03.2009 11:28 Uhr

 

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zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, den 06. Mai 2021