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Deutsche Sprache in den Medien

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Gerade bin ich wieder mal über einen Artikel gestolpert, in welchem es hieß: "Sie (eine Prominente xyz) hat schon ihre Kugeln in den Weihnachtsbaum gehangen"... Aua!

Man liest von Standartverfahren, das Auge wird überfallen von Deppen-Apostroph´s ;-) (Sie aßen Steak´s und Pizza´s, bevor sie ihre Mail´s abholten) ... und es wird gefragt "Seid wann seit ihr schon Mitglieder im Buchclub?" ... oder so ähnlich.

Es gibt viele, viele Beispiele, die mir fast die Schuhe ausziehen!
Auf korrekte deutsche Sprache und Rechtschreibung wird immer weniger Wert gelegt; das macht mich traurig und wütend zugleich!

(Ich spreche nicht von den vielfach monierten "Anglizismen", denn ohne die geht es oft gar nicht mehr in unserer globalisierten Welt! Sondern wirklich um Deutsch im guten Sinne)

Bin ich zu ermpfindlich, zu "abgehoben"? Ist es egal, wie oder ob jemand unsere Sprache verhunzt, Hauptsache, man versteht, was gemeint ist? Die Zeitung von heute ist morgen schon Geschichte - also was soll´s! Die schlechte Sprache landet sowieso mit ihr in Ablage "P"?

Wenn man mit Unidozenten spricht, die Arbeiten junger Studenten bewerten müssen, kriegt man aber wirklich graue Haare (wenn man sie nicht schon hätte!), bei der Schilderung dessen, was diese so abliefern. (Abgesehen mal von der Arbeitsmoral!)

Ob die Schulen sich und den Lernenden wirklich einen Gefallen getan haben mit dem Kurs des "Schreib so, wie du es hörst und sprichst"?
Ich bezweifle das!

Wie seht ihr das? Stolpert euer Auge auch so oft beim Lesen in Druck- oder Online-Medien?

Man könnte ja mal schlechte Beispiele sammeln ...

Carina

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von Carina48 am 07.12.2020 um 19:16 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:11

letzter direkter Beitrag:.. um Uhr

Anzahl Themenbeiträge:49 (Nur direkte Beiträge anzeigen)

letzter Themenbeitrag:27.12.2020 um 16:57 Uhr

Mitglied: Carina48

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Sprachlos

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RE: Deutsche Sprache in den Medien (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Carina48 am: 07.12.2020 19:16 Uhr

Ich würde am liebsten jedes Mal eine Mail an die Redaktion schreiben, wenn ich in einem Zeitungsartikel aus den Fehlern so ungefähr das Geburtsdatum des Reporters errechnen kann. Ich spar's mir. Da haben wir eine ganze Generation verloren, und die retten wir auch nicht mehr.
Anglizismen benutze ich durchaus selbst - Sprache ist lebendig, immer in der Entwicklung, auch aus der deutschen Sprache werden anderswo Ausdrücke übernommen.
Es sind nicht nur die Fehler, die mich nerven. Bei vielen Menschen, die, wenn sie auch jünger sind, schulisch so ungefähr meinen Bildungsstand haben sollten, stelle ich fest, dass sie bei eigentlich relativ schlichten deutschen Wörtern nur eine recht ungefähre Vorstellung davon haben, was sie bedeuten. Da wird es dann richtig schwierig, einander überhaupt noch zu verstehen.

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von Big Sister am 07.12.2020 um 22:01 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:08.12.2020 09:08 Uhr

Mitglied: Big Sister

Beiträge: 16 - Registriert seit: 05.12.2020

 

 

 
 

Spracherwerb

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RE: Sprachlos (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Big Sister am: 07.12.2020 22:01 Uhr

Sehr gerne würde ich in dieses Klagelied mit einstimmen. Doch ändern wir damit etwas?
Etwas über 2 Jahre versuchte ich "Flüchtlinge unterschiedlicher Nationen" mit der deutschen Sprache vertraut zu machen. Selbst Sprachbegabte, die sich bereits andere Sprachen angeeignet hatten, kämpften mit dem Erlernen unserer Sprache.

In diesem Zusammenhang wurde mir die Bedeutung des Spruchs "Deutsche Sprache, schwere Sprache" so richtig bewusst.
Nun stellt sich doch die Frage, wie ist das mit dem Spracherwerb bei unseren Kindern? Wichtige Bezugspersonen sind neben den Eltern heute vermehrt Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas, und bei vielen Alleinerziehenden Oma und Opa, soweit vorhanden.
Bei guten Sprachvorbildern wendet ein Kind im Alter von 5 bis sechs Jahren die Regeln der deutschen Sprache an, ohne auch nur eine Stunde Grammatikunterricht erhalten zu haben.

Was geschieht aber, wenn sich die Bezugspersonen mehr mit den Medien wie Fernsehen und Handy auseinandersetzen, wenn nicht mehr vorgelesen und auf die "warum-Fragen" nicht mehr ausreichend eingegangen wird? Ich denke die Antwort darauf dürfte nicht allzu schwer sein.
Unabhängig davon muss der Erwerb der Schriftsprache betrachtet werden. Mündlicher und schriftlicher Ausdruck werden durch unterschiedliche Hirnareale bearbeitet, deshalb kann es dort zu starken Abweichungen kommen. Schreiben lernt man maßgeblich in der Schule. Unterschiedliche Ansätze beim Schreiben lernen, wie auch unverständliche Rechtschreibreformen tragen m.E. dazu bei, dass die Qualität von schriftlichen Beiträgen leidet.

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von antonio54 am 08.12.2020 um 09:08 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:08.12.2020 13:01 Uhr

Mitglied: antonio54

Beiträge: 138 - Registriert seit: 02.09.2013

 

 

 
 

Hübsches Thema,

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RE: Spracherwerb (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von antonio54 am: 08.12.2020 09:08 Uhr

wäre da nicht dieses bohrende Gefühl im Bauch, dass gerade die angesprochenen Menschen aus bildungsfernen Schichten diesem Thema wenig Aufmerksamkeit widmen.

Meine Fußpflegerin meinte, es ist wie bei einer kunstvoll gedeckten Tafel. Manch eine/r ist schon froh, sich den Bauch vollschlagen zu können, während der andere mit kulinarisch angespitztem Mund das Häppchen auf der Zunge zergehen lässt und augenrollend dem Tischnachbarn das Wort "köstlich" ins Ohr haucht.

Gruß in die Runde
Pepper

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von Sergeant Pepper am 08.12.2020 um 13:01 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:08.12.2020 18:14 Uhr

Mitglied: Sergeant Pepper

Beiträge: 1777 - Registriert seit: 05.06.2010

 

 

 
 

Das hat natürlich ...

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RE: Hübsches Thema, (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Sergeant Pepper am: 08.12.2020 13:01 Uhr

Zitat:

während der andere mit kulinarisch angespitztem Mund das Häppchen auf der Zunge zergehen lässt und augenrollend dem Tischnachbarn das Wort "köstlich" ins Ohr haucht.




... auch etwas mit "Kultur" im Allgemeinen zu tun, pepper.
Aber das meine ich gar nicht, auch nicht das von dir Angesprochene, antonio - ich dachte da schon speziell an unsere Tageszeitungen und die Online-Medien. Klar, mittlerweile sind auch dort Menschen beschäftigt, die mit dem TEE (Trans Europa Express) durch die Sprachschulung gedüst sind und die Deutsch als Abiturfach abwählen konnten.

Vielfach sind es auch Tipp- oder Stilfehler, die der Eile der immer schneller rotierenden Nachrichtenflut geschuldet sind ... aber vielfach wären die größten Hämmer doch vermeidbar.

Der Dativ ist dem Akkusativ sein Tod ... da könnte man durch schlichtes Auswendiglernen schon so manchen Schnitzer vermeiden.

Und klar: Ich denke auch, dass die mehrfachen Rechtschreib-Regeländerungen nicht gerade zur Beherrschung des Schriftdeutschs beigetragen haben ... da liest man dann
"ich trinke Alkohol nur in Massen, aber dann schon mal Whisky aus Fäßern!" "Und zu nachtschlafener Zeit kriege ich den Schlüßel nicht mehr ins Schloß, wenn ich in meiner Strasse angekommen bin ... dann klingel ich meine Frau rauß."

Klar ist es für ausländische Mitbürger schwierig, Deutsch zu lernen und richtig anzuwenden - ich habe selbst mal eine Weile in Frankreich gelebt und habe auch kein literarisch wertvolles Französisch gesprochen und geschrieben. Ich weiß also durchaus, was das bedeutet.

Das meine ich auch nicht: Aber Redakteure und Schreiber, die für einen Journalistenjob ausgebildet sind, sollten doch ein paar wichtige Regeln kennen? Genau von den öffentlichen Medien schauen sich Kinder, Jugendliche und Zugewanderte doch (auch) den Sprachgebrauch ab?! Verfügen die denn nicht über Korrekturprogramme bzw. ist das Korrektur lesen zu teuer (zu zeitaufwändig?) geworden?

Das Verrückte ist, dass sich manches mehr und mehr einbürgert, wenn "man" es immer wieder falsch zu lesen bekommt ... in letzter Zeit lese ich immer öfter, dass jemand schreibt: "das viel mir auf ..." - und zwar von nachweislich älteren Deutschen, die es eigentlich besser wissen müssten.

Aber wie schon weiter oben vermutet: Vielleicht bin ich da auch zu empfindlich?

Runde Grüße zurück,  smylie 
Carina

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von Carina48 am 08.12.2020 um 18:14 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:08.12.2020 22:29 Uhr

Mitglied: Carina48

Beiträge: 8050 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Schreibweise,

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RE: Das hat natürlich ... (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Carina48 am: 08.12.2020 18:14 Uhr

Ich versuche korrekt, verständlich zu Schreiben. Das ist manchmal nicht so einfach. Die Deutsche Sprache ist eben schwierig . So kleine Tippfehler passieren jedem mal. Warum soll man sich darüber aufregen. Man muss das Beste raus machen. L.g.Lotus.  smylie   smylie  A Treppe herauf, Rutschbahn da und fertig ist das große A , a .

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von Lotusblume am 08.12.2020 um 21:47 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:08.12.2020 22:25 Uhr

Mitglied: Lotusblume

Beiträge: 90 - Registriert seit: 16.02.2020

 

 

 
 

Das weiß ich, Lotus!

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RE: Schreibweise, (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Lotusblume am: 08.12.2020 21:47 Uhr

Zitat:

Ich versuche korrekt, verständlich zu Schreiben



Und man merkt sehr genau, wenn jemand sich viel Mühe gibt!
Natürlich passieren auch jedem mal Flüchtigkeits- oder Tippfehler, mir auch, immer wieder. Das meinte ich auch nicht.

Aufregen? Nö. Aber... bei denen, die sich beruflich mit Texten befassen, sollte man schon etwas Sorgfalt erwarten dürfen.

Findet
Carina

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von Carina48 am 08.12.2020 um 22:25 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: Carina48

Beiträge: 8050 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Schriftlicher Ausdruck .....

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RE: Das hat natürlich ... (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Carina48 am: 08.12.2020 18:14 Uhr

in Zeitungen und Magazinen leidet unsere Sprache unter mangelnder schriftlicher Ausdrucksweise, da stimme ich Carina zu.

Eine gewisse Schlampigkeit, die alleine durch die Kommunikation über die kleinen Bildschirmformate der Handys befördert werden greift allgemein um sich. Wer nimmt sich schon die Zeit nochmals durchzulesen was er gerade mühsam fabriziert hat. Tippfehler, halbgare Sätze und mangelnde Logik der Gedanken in der Satzfolge sind oftmals das Ergebnis.

Zeitungen stehen heute unter einem ganz anderen Zeit- und Kostendruck als noch vor einigen Jahrzehnten. Die Konkurrenz durch unzählige Angebote aus dem Internet ist für viele existenzgefährdend. Dem geschuldet wird vermutlich auch aus Kostengründen an Personal gespart und selbst offensichtliche Fehler billigend in Kauf genommen.

Während bestimmter Tätigkeiten meines Berufes durfte ich vielfach Berichte, wie auch Beiträge zu Publikationen lesen, bewerten und teilweise auch überarbeiten. Oftmals standen mir die Haare zu Berge beim Lesen und Bearbeiten. Die Autoren stammten aus allen Alters- und Bildungsschichten. Nicht selten hatte ich Probleme den Sinn so mancher Texte bzw. Textpassagen zu erkennen.
Vielleicht lag das ja vermutlich an meinem schlichten Gemüt.

Eine Hoffnung auf Verbesserung sehe ich nicht wirklich. Vielleicht hilft Gewöhnung, auch wenn es schmerzt.

Einen schönen Abend wünscht
Anton

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von antonio54 am 08.12.2020 um 22:29 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:09.12.2020 12:27 Uhr

Mitglied: antonio54

Beiträge: 138 - Registriert seit: 02.09.2013

 

 

 
 

Der Korrektor war ein Dinosaurier ...

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RE: Schriftlicher Ausdruck ..... (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von antonio54 am: 08.12.2020 22:29 Uhr

Ich weiß, dass selbst in der wirklich kleinen Tageszeitung meiner sehr kleinen Heimatstadt zwei Korrektoren einander gegenübersaßen, jeder mit einem Stapel von Nachschlagewerken neben sich. Es kam nichts in die Zeitung, was von ihnen nicht sorgfältig gegengelesen worden war. Ihre Arbeitsplätze gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Redakteure müssen sich auf die Korrekturprogramme ihrer Schreibsoftware verlassen. Zwar sind die Programme nicht ganz schlecht, aber einen Korrektor in Menschengestalt können sie nicht ersetzen.
Dummerweise verstümmeln diese Programme sogar die Texte. Das tut auch mein Smartphone, wie schon frühere Handys, übrigens sehr, sehr gern. Es ersetzt Wörter, die es nicht kennt, einfach durch Wörter, die es kennt ... Ich könnte das Ding manchmal durchs geschlossene Fenster werfen, wenn ich es wieder und wieder nachkorrigieren muss. Und wisst ihr, was der Effekt ist?! Ich benutze eine immer einfachere Sprache, damit mein Smartphone mich versteht!!! Denn sonst dauert es einfach zu lange, Textnachrichten zu schreiben! Ist das zu fassen?!
Leider gibt es außerdem ja auch noch den eigentlich durchaus guten Effekt, dass Auge und Gehirn auf eine merkwürdige Art kooperieren: Das Auge mag die Fehler sehen, das Gehirn blendet sie aber aus, weil es fähig ist, die Botschaft trotz der Fehler zu verstehen. Deshalb kann man vor allem den Text, den man selbst geschrieben hat, beim besten Willen nicht gut Korrektur lesen.
Trotzdem, da gebe ich Corinna Recht, würde ich auch gern auf die Vorbildfunktion pochen - wer beruflich textet, sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein.
Mir geht es da auch wirklich nur um die, die das beruflich machen - ich werde ganz sicher nicht anfangen, Briefe von Freunden mit roten Korrekturvermerken zurückzuschicken. Wenn ich jede WhatsApp von meiner Tochter, die vor Fehlern strotzt, empört zurückweisen würde ("Kind! So habe ich Dich aber nicht erzogen!!!"), hätten wir wenig Kontakt ... Nein, ich verlange das Geld für die Abiturfeier nicht zurück. Ich sage überhaupt nichts dazu, denn privat steht immer die Botschaft im Vordergrund, da schließe ich mich dem Kommentar von Lotusblume sehr gern an.

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von Big Sister am 09.12.2020 um 12:27 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: Big Sister

Beiträge: 16 - Registriert seit: 05.12.2020

 

 

 
 

Ehrlich Carina,

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RE: Deutsche Sprache in den Medien (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Carina48 am: 07.12.2020 19:16 Uhr

musste mehrfach deinen monierten ersten Satz lesen, bis es bei mir Klick gemacht hat. Hätte es sicher überlesen. Weil mein Hirn in letzter Zeit ein wenig in Honig zu schwimmen scheint, aber andererseits noch die Autokorrekturfunktion tlw. zu funktionieren scheint. Also waren es für mich selbverständlich die Weihnachtskugeln.
Es hat mich auch schon öfter sehr geärgert, wenn durch falsche Formulierungen, potentieller Stuss heraus kommt. Da frag ich mich schon öfter, wofür bekommen diese Schreiberlinge (es fällt mir schwer sie als Journalisten zu bezeichnen) ihr Geld.
Na klar muss heute alles sehr schnell gehen und die Konkurrenz schläft ja auch nicht. Aber das auf Kosten der Qualität? Erscheint mir sehr fraglich.
Wenn ich jetzt zynisch wäre, dann würde ich sagen, der Schreibstil passt sich der allgemeinen gesellschaftlichen Situation an. Also möglichst schnell und ohne Tiefgang/Nachhaltigkeit und möglichst oberflächlich.
Aber das mache ich natürlich nicht.
Crowe

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von Black Crowe am 09.12.2020 um 13:45 Uhr  Legende ausblenden

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Lachen ist gesund ;-)

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RE: Ehrlich Carina, (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Black Crowe am: 09.12.2020 13:45 Uhr

Lieber Schwarzer Vogel - da bist du auch "dem allgemeinen Sprachgebrauch" auf den Leim gegangen! Je mehr man falsche Beugungen und/oder Formulierungen liest, desto mehr prägen sie sich als richtig im Gehirn ein.

Moniert habe ich nicht die Kugeln (woran du jetzt wieder denkst, tzz, tzz!), sondern die Tätigkeitsform gehangen. Das ist passiv - aber die Prominente hat aktiv die Kugeln in den Baum gehängt.
Aber viele haben auch gerade ihre Wäsche auf dem Trockenboden aufgehangen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Winken: Umgangssprachlich hat sich das gewunken eingebürgert - korrekt ist es aber gewinkt. (Oder hat sich etwa der Teenager geschmunken?)

https://www.korrekturen.de/bel

Bitte nicht falsch verstehen: Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst! Und mundartliche oder umgangssprachliche Ausdrucksweisen sind nun mal auch salonfähig geworden. (Weisse, wasse bist? Du bist dein' Absatz am Verlieren!)

Mir ging es wirklich hauptsächlich um die Zunft der "beruflich Schreibenden". Da wünschte ich mir doch öfter mal etwas mehr Sorgfalt!

Carina

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von Carina48 am 09.12.2020 um 15:20 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:09.12.2020 18:58 Uhr

Mitglied: Carina48

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So verhält sich das also

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RE: Lachen ist gesund ;-) (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Carina48 am: 09.12.2020 15:20 Uhr

 smylie 
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Da werden sicher noch etliche falsche Angewohnheiten bei mir rumhängen. Mit Grammatik stand ich eh immer auf Kriegsfuß.
Mich stört auch öfter, wenn geschrieben wird: "das sie dort gestanden ist". Spontan würde ich immer sagen: "das sie dort gestanden hat", auch falsch?  smylie 

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von Black Crowe am 09.12.2020 um 18:58 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:10.12.2020 15:42 Uhr

Mitglied: Black Crowe

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Das wiederum ...

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RE: So verhält sich das also (Forum: Philosophieren und Polemisieren - Thema: Deutsche Sprache in den Medien) von Black Crowe am: 09.12.2020 18:58 Uhr

... hat mit „Mundart“ zu tun, Crowe. Manche schreiben ja auch so, wie in ihrem Umfeld gesprochen wird, das hat manchmal ja sogar einen gewissen Charme.

Nur diese immer mehr um sich greifende Schlampigkeit im schriftlichen Ausdruck müsste nicht sein! Ich finde schon, dass sich damit auch mangelnde Wertschätzung gegenüber den Lesern ausdrückt.

Carina

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von Carina48 am 10.12.2020 um 15:42 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:11.12.2020 12:37 Uhr

Mitglied: Carina48

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zuletzt aktualisiert am: Montag, den 08. März 2021