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Wieder mal gegen die Ärmsten...

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Keine Almosen für Bettler
Stadt Wien: "Natürlich bettelt nicht jeder in Wien gewerbsmäßig, aber man darf auch nicht die Augen vor denen verschließen, die das tun".

Plakataktion von Stadt Wien, Wirtschaftskammer und Polizei: Geschäftsleute in Einkaufsstraßen sollen Kunden auffordern, Bettlern kein Geld zu geben

Wer in den nächsten Tagen auf einer der Wiener Einkaufsstraßen flaniert, dem könnte ein violettes Plakat in Schaufenstern ins Auge stechen. Auf diesem ruft die Stadt Wien, die Polizei und die Wirtschaftskammer Wien einkaufenden Kunden dazu auf, Bettlern, die vor den Geschäftslokalen um Almosen bitten, kein Geld zu geben. Denn "gut gemeinte Spenden vor Supermärkten und in Einkaufsstraßen können ungewollt das gewerbsmäßige Betteln fördern", heißt es im Wortlaut.

http://derstandard.at/12773376

Finde ich unmöglich, denn im Geben sind WIR nicht grad die Größten..

Was so gespendet wird…in den Geberländern

Schweden ist - gemessen am BNE-Anteil - größter Geber mit 1,03 Prozent, gefolgt von Luxembourg (1%), Dänemark (0,83%), den Niederlanden (0,8%), Belgien (0,7%), Großbritannien (0,56%), Finnland (0,55%), Irland (0,52%) und Spanien (0,51%). Frankreich erreicht 0,46 Prozent, Deutschland 0,4%, Österreich 0,37% Portugal 0,34, Griechenland 0,21 und Italien 0,2 Prozent.

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von ehemaliges Mitglied am 09.07.2010 um 16:58 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2

letzter direkter Beitrag:.. um Uhr

Anzahl Themenbeiträge:7 (Nur direkte Beiträge anzeigen)

letzter Themenbeitrag:25.08.2010 um 17:23 Uhr

 

 

 
 

Da fasst Du

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RE: Wieder mal gegen die Ärmsten... (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von ehemaligen Mitglied am: 09.07.2010 16:58 Uhr

ein heißes Thema an Helana, denn es gibt eben auch ganze Banden, die betteln und denen tut man eigentlich keinen Gefallen, wenn man was gibt.

Vielleicht sind die auch gemeint.

Geschäftsleute haben es nicht gerne, wenn Bettler vor ihren Läden stehen, denn dadurch kommt der eine oder andere Kunde nicht in den Laden.

Wie gesagt, man kann pro und kontra verstehen.

Gruß anna-franziska

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von ehemaliges Mitglied am 09.07.2010 um 17:11 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:15.07.2010 13:58 Uhr

 

 

 
 

Unsere Bettler

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RE: Da fasst Du (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von ehemaligen Mitglied am: 09.07.2010 17:11 Uhr

Wie ist es in Deutschland ?
Jeder der hier gemeldet ist ,hat doch ein Recht auf
Sozialgeld oder Hartz 4.
Also,warum muß man überhaupt betteln,
es sei denn für Schnaps oder Bier ?
Oder die Obdachlosen,warum gibt es sie überhaupt ?
Jeder hat ein Recht auf eine vom Staat bezahlte Wohnung.
Sicherlich hört sich das naiv an aber vielleicht haben einige
Mitglieider mehr Kenntnis über dieses Thema ,
das mich interessiert.
viele Grüße

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von Freizeitjogger am 15.07.2010 um 13:57 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:25.08.2010 17:23 Uhr

Mitglied: Freizeitjogger

Beiträge: 859 - Registriert seit: 17.05.2009

 

 

 
 

Menschen ...

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RE: Unsere Bettler (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von Freizeitjogger am: 15.07.2010 13:57 Uhr

...die betteln, haben nicht nur kein eigenes Einkommen-
sie haben auch sonst einen Werte - Verlust erlitten,
warum auch immer -
sich nichts sagen lassen wollen, an keine Regeln halten wollen
oder können und mehr.
Ein Ausstieg aus allem, was "Normalos" für wichtig halten
ist ihnen abhanden gekommen,
bewusst oder schleichend-

denk ich mal

LG
re-ri

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von ehemaliges Mitglied am 15.07.2010 um 16:10 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:15.07.2010 17:13 Uhr

 

 

 
 

Viele Fragen und noch mehr Antworten.

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RE: Menschen ... (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von ehemaligen Mitglied am: 15.07.2010 16:10 Uhr

Betteln gilt als Kleingewerbe, man braucht eine Genehmigung und die kostet.
Die Genehmigungen sind limitiert und die Ausübung ist auch an bestimmte Standorte gebunden.
So hat man sowohl die Zahl der Bettler, als auch diese selber unter Kontrolle.
Und die Verwaltung verdient mit!

Betteln kann eine recht ordentliche Einnahmequelle sein, die im Schnitt über Billiglohnjobs liegt.

Bei uns betteln allerdings hauptsächlich Osteuropäer/innen und unterstützen so ihre Familien in der Heimat.

Denn für Deutsche ist es ziemlich uninteressant, da die "Einnahmen" auf Hartz4 und Sozialhilfe angerechnet werden oder bei nicht Inanspruchnahme, Kranken- und Rentenkassenbeiträge geleistet werden müssen.

Die Frage nach Hartz4, Sozialhilfe und Wohnung hast du eigentlich selbst beantwortet.

"Jeder der hier gemeldet ist"!

Obdachlose sind nirgends gemeldet.
Und wer nicht gemeldet ist, den gibt es nicht!
Somit besteht auch kein direkter Anspruch.

Warum gibt es sie?

Weil sie sich irgendwann aufgegeben haben und ihnen in der Zeit, als sie noch Willens waren etwas zu ändern, keiner geholfen hat.
Und dann haben sie jegliches Selbstwertgefühl verloren.
Es besteht zwahr ein theoretischer Anspruch auf eine "Unterkunft", aber die Kommunen haben nur sehr selten entsprechende Objekte.
So dass private Vermieter herangezogen werden.
Und jeder Vermieter hat auch das Anrecht auf pünktliche Mietzahlung, ungestörten, häuslichen Frieden und keine vermüllte, verkommene Mieteinheit.
(siehe Mietnomaden!)

Etwas anderes sind die "Stadtstreicher" und die "Berber".
Beide haben den absoluten Wille nach "Freiheit" gemeinsam.
Sie unterscheiden sich einzig dadurch voneinander, das die einen nur im eigenen Land umherziehen, während die anderen durch die ganze Welt "tippeln".
Aber beide wollen mit Obdachlosen nicht in einen Topf geworfen werden.

Und wahrscheinlich habe sie weit mehr von Deutschland und der Welt gesehen, als wir anderen mit unserer "heilen Welt".

Dann gibt es noch die "haste mal ´n Euro-Schnorrer".

Die sind aber, sobald sie ihr "7-Gänge-Menü" (6er Pack und Tüte Fritten) zusammen haben, wieder verschwunden.

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 15.07.2010 um 17:13 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:15.07.2010 18:32 Uhr

 

 

 
 

Also ... Eissendorfer ...

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RE: Viele Fragen und noch mehr Antworten. (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von ehemaligen Mitglied am: 15.07.2010 17:13 Uhr

Zitat:

Die Frage nach Hartz4, Sozialhilfe und Wohnung hast du eigentlich selbst beantwortet.

"Jeder der hier gemeldet ist"!

Obdachlose sind nirgends gemeldet.
Und wer nicht gemeldet ist, den gibt es nicht!
Somit besteht auch kein direkter Anspruch.



Ich denke schon, dass ein "direkter" Anspruch besteht:

http://www.sozialhilfe24.de/gr

Zitat:

SGB XII § 68 Umfang der Leistungen
(1) Die Leistungen umfassen alle Maßnahmen, die notwendig sind, um die Schwierigkeiten abzuwenden, zu beseitigen, zu mildern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten, insbesondere Beratung und persönliche Betreuung für die Leistungsberechtigten und ihre Angehörigen, Hilfen zur Ausbildung, Erlangung und Sicherung eines Arbeitsplatzes sowie Maßnahmen bei der Erhaltung und Beschaffung einer Wohnung. Zur Durchführung der erforderlichen Maßnahmen ist in geeigneten Fällen ein Gesamtplan zu erstellen.
(2) Die Leistung wird ohne Rücksicht auf Einkommen und Vermögen erbracht, soweit im Einzelfall Dienstleistungen erforderlich sind. Einkommen und Vermögen der in § 19 Abs. 3 genannten Personen ist nicht zu berücksichtigen und von der Inanspruchnahme nach bürgerlichem Recht Unterhaltspflichtiger abzusehen, soweit dies den Erfolg der Hilfe gefährden würde.
(3) Die Träger der Sozialhilfe sollen mit den Vereinigungen, die sich die gleichen Aufgaben zum Ziel gesetzt haben, und mit den sonst beteiligten Stellen zusammenarbeiten und darauf hinwirken, dass sich die Sozialhilfe und die Tätigkeit dieser Vereinigungen und Stellen wirksam ergänzen.



Quelle:
http://www.sozialgesetzbuch-sg

Das Problem ist nur - wie mir ein "Nicht-Sesshafter" erzählte - dass die sich nur ungern ihre "Stütze" abholen, weil das immer mit Lauferei, sich irgendwo melden müssen, usw. verbunden ist. Auch die Öffnungszeiten in den Ämtern, die sich nicht immer mit dem Lebensrythmus der Betroffenen decken, stehen dem oft entgegen.

Bei den jetzigen Ladenöffnungszeiten ist es dann doch einfacher, sich irgendwo anders etwas Geld zu "schnorren".

Gruß
Carina

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von Carina48 am 15.07.2010 um 18:32 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:15.07.2010 20:22 Uhr

Mitglied: Carina48

Beiträge: 7729 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Hallo Carina!

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RE: Also ... Eissendorfer ... (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von Carina48 am: 15.07.2010 18:32 Uhr

Du musst gemeldet sein, z. B. in einer Obdachloseneinrichtung.
Ohne dem geht nichts!
Deshalb gehen die "Berber" dem auch gerne aus dem Weg.

Und zu dem Absatz

(3) Die Träger der Sozialhilfe sollen mit .... wirksam ergänzen,

das ist reine Theorie.

In der Praxis ist es eher ein wirksames Gegenrechnen.

Aber viel entscheidender ist doch die Frage nach dem "Warum".

Wenn ein Mensch, aus welchen Gründen auch immer, in wirtschaftliche Probleme gerät, geht er offenen Auges in den Abgrund!

Denn er hat noch sein Selbstwertgefühl "das schaff ich schon!" und das übliche Schamgefühl "was sollen denn die Nachbarn denken".
(Der am schwersten zu knackende Punkt!)
Er ist nicht bereit zur "Behörde" zu gehen und um Hilfe zu bitten.
Ja, noch nichtmal zu den Beratungsstellen gemeinnütziger Organisationen.
Und der Zug ins Nichts wird mit jedem Tag schneller.


Die "Behörde" kann aber von den Problemen nichts wissen, solange es niemand sagt.

Hier helfend einzugreifen und den Betroffenen zu einem dieser Schritte zu bewegen, ist dann die wichtgste Aufgabe.

Da sind dann Familienangehörige (auch der/die geschiedene Lebenspartner/in, anstatt sich ins Fäustchen zu lachen), Freunde und auch Nachbarn gefordert.

Sie müssen den Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes "an die Hand nehmen" und den Weg mit ihm gemeinsam gehen.

Und im Zweifelsfall selbst den Weg zur "Behörde" gehen, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Nur dann kann auch das Sozialgesetz greifen.

Wohlgemerkt, bevor die Obdachlosigkeit eintritt.

Danach wird es ungleich schwerer, denn der Mensch hat sich aufgegeben und mit seinem vermeintlichen Schiksal abgefunden.

Und er ist nurnoch damit beschäftigt, sich sein "Leben" schön zu reden.

Dies alles betrifft aber nicht die "Berber", bei denen ist es eine Lebenseinstellung.
Und vielleich nichtmal die schlechteste.

Liebe Grüße
der Eissendorfer  smylie 

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von ehemaliges Mitglied am 15.07.2010 um 20:22 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

 

 

 
 

Ein Recht vielleicht ....

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RE: Unsere Bettler (Forum: Tagespolitik - Thema: Wieder mal gegen die Ärmsten...) von Freizeitjogger am: 15.07.2010 13:57 Uhr

.... aber wie's damit in der Praxis aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

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von ehemaliges Mitglied am 25.08.2010 um 17:23 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

 

 

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