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Thema: Tag der Deutschen Einheit ...

 

 
 

Cholerika, du hast Recht

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RE: Hallo Anton ..... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von Cholerika am: 10.11.2019 11:59 Uhr



Die Trennung Deutschlands war ein Vergehen.

Leider wurde das auf der Konferenz von Jalta (auch Krim-Konferenz) im Februar 1945 von den alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) beschlossen.

Die meisten Deutschen waren nicht glücklich darüber, aber man mußte es akzeptieren.

Die Wiedervereinigung ist aber bis heute noch nicht komplett gelungen.

Es gibt noch einige Mauerreste in den Köpfen, auch bei vielen Politikern.

Plolarwolf

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von ehemaliges Mitglied am 11.11.2019 um 09:48 Uhr  Legende ausblenden

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Gab es auch Positives ?

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RE: Moin Norbert ... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von Hexe1900 am: 11.11.2019 08:44 Uhr

Moin Astrid,
danke dass du so wunderbar schreibst. Meine vielfältigen Erlebnisse in der DDR fanden vorwiegend in meiner Kindheit statt. So wie ich
es empfand und du ja auch, sind es Erlebnisse in einem Unrechtsstaat.
Doch, und das ist mir erst im späteren Alter bewusst geworden, gab es eine Art zu leben, die uns fast abhanden gekommen ist, und die es vielleicht auch nur gab weil man dazu verdammt war.
Wenn wir Bananen aus dem Westen mitbrachten, so wurden diese nicht runtergeschlungen wie wir es machen würden. Sie wurden mit einem Messer Scheibchen für Scheibchen im Laufe des Tages abgeschnitten und dann genussvoll verzehrt. Um ein anderes Dorf zu besuchen wanderten wir über grenzenlose Wiesen, durch Wälder,
und pflückten Heidelbeeren als Wegproviant. Telefon gab es selten und Fernseher hatten nur wenige. So gab es viele Gesellschaftsabende mit Unmengen Freude und Unterhaltung. Die Menschen halfen sich alle gegenseitig und wenn die Wessis kamen war es ein Ereignis für die ganze Nachbarschaft.
Jede Nahrung war mit einer Leistung verbunden. Ob es nun ein Fisch waren den wir selber gefangen hatten oder der Kuchen der mit den Zutaten aus dem Garten selbst produziert wurde. Und diese Arbeit die damit verbunden war konnte man schmecken. Es war eine wunderbare Belohnung die man sich selber machte.
Und wenn wir dann einmal Gelegenheit hatten einen Film im Fernsehen zu sehen so war es ein Ereignis das uns lange beschäftigte.

Das alles ist in diesem Land verloren gegangen. Wir haben alles. Nichts hat einen Wert den wir uns verdienen müssen. Und somit bringen wir uns selber um die Freude. Eine Freude die es nirgends zu kaufen gibt.
Mehr haben bedeutet nicht mehr Spaß oder Freude.
Ob wir das wieder lernen können ? Ich glaube das kann jeder mit sich selber abmachen.

Aber, um darauf zurückzukommen, das ist das was ich als Positives aus dieser DDR mitnehmen kann.

Und ich habe die Vermutung dass hierin auch ein Teil der Unzufriedenheit zu begründen ist wie sie in vielen Kommentaren zu lesen ist.
Wir lassen uns einfach von dem Übermaß an Konsumgütern verführen und merken gar nicht dass wir damit unser Glück verkaufen.

Dir liebe Astrid wünsche ich einen schönen Abend.
Liebe Grüße an alle
Norbert

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von ehemaliges Mitglied am 11.11.2019 um 20:46 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:12.11.2019 06:34 Uhr

 

 

 
 

Moin Norbert ...

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RE: Gab es auch Positives ? (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von ehemaligen Mitglied am: 11.11.2019 20:46 Uhr

... und alle Anderen!


oh jaaa, es gab und gibt auch viel Positives!!!

1961, als die Mauer gebaut wurde, haben auch die "Wessis" nicht in "Saus und Braus gelebt!!! Meine Großeltern hatten einen Riesengarten, wo allerlei Obst und Gemüse angebaut wurde, und wir Kinder, meine Schwester, ich und 2 Cousins immer toben konnten und so viel Obst und Gemüse ernten durften! Meine Großelter hatten kein großes Haus, aber es war sehr gemütlich und gefeiert haben wir dort sehr sehr viel, mit bis zu 20 Verwandten und auch mit Musik! Mein Opa spielte Schifferklavier und Gitarre und wir haben dazu gesungen! Mein Opa und seine 3 Söhne waren in einem Gesangsverein, sie haben mehrstimmig gesungen, die Lieder habe ich heute noch im Kopf. Speziell von den Don Kosaken, ich muss heute noch heulen, wenn ich die Lieder von "Damals" höre!

Unter dem Wohnzimmer war noch der "Luftschutzkeller", man musste eine Luke im Wohnzimmer öffnen und eine Treppe runter gehen, ich war da einmal unten und mir wurde erzählt, dass in diesem Keller meine Großeltern und ihre 3 Söhne Schutz gesucht haben. Als ich Kind war und dieses eine Mal dort runter gegangen bin, waren überall Regale und darauf standen gaaaanz leckere eingeweckte Sachen!!! Marmeladen, Obst, Gemüse, Kartoffeln, usw.
Als ich dann so 12, 13 Jahre war fuhr ich öfter mit dem Rad zu den Großeltern. Opa war noch arbeiten, kam später dazu. Bevor Opi kam, steckte mir meine Omi öfter ein 5 Markstück zu und sagte: "Aber nix Opi sagen!" Als dann mein Opi kam, rief er mich ins Hinterzimmer und gab mir auch ein 5 Markstück und sagte: "Aber nix Omi sagen!"

Ich könnte jetzt Seitenlang über früher schreiben, es war für uns Kinder eine wunderbare Zeit!!! Und ich denke gerade in den Herbst und Wintertagen sehr viel an diese Zeit! Liegt vielleicht auch am Alter ... da denkt man schon öfter ... unsere Zeit ist auch nicht mehr unendlich!

Ach ja, übrigens esse ich heute noch sehr gerne ´ne Stulle mit Butter und ´ne geschnippelte Banane druff!

Habt Alle einen schönen Tag und genießt die Zeit!

Liebe Grüße Astrid

Übrigens ... wer bei mir Fehler findet, kann sie behalten! Bin 2 Jahre vor der Rechtschreibreform in EU- Rente geschickt worden und habe mich darum nicht mehr so sehr interessiert!

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von Hexe1900 am 12.11.2019 um 06:34 Uhr  Legende ausblenden

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Mitglied: Hexe1900

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Interessante Geschichten......

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RE: Moin Norbert ... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von Hexe1900 am: 12.11.2019 06:34 Uhr

....... die auf persönlichen Erfahrungen und Eindrücken beruhen. Da ich hierzu nicht den gleichen Bezug habe, sehe ich mich mehr als "neutraler Betrachter". Beim Lesen der Beiträge steht für mich fest, jede und jeder hat aus seiner Sicht der Dinge recht. Die individuellen Erfahrungen lassen sich nicht mit richtig oder falsch bewerten, sie betrachten jeweils unterschiedliche Aspekte vielschichtiger gesellschaftlicher und politischer Abhängigkeiten und Gegebenheiten.
Wenn ich dafür plädiere nicht mehr vom Unrechtsstaat zu reden, will ich nichts schönreden. Viel mehr will ich versuchen zu unterscheiden zwischen den vielen Menschen die letztlich den Staat als Bürger ausmachten und der totalitären Staatsmacht, dem SED - Regime. Wenn wir die Mauern in den Köpfen abbauen wollen, sollten wir auf die mehr oder weniger berechtigten Schuldzuweisungen verzichten und an den Gemeinsamkeiten arbeiten.

LG Anton

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von antonio54 am 12.11.2019 um 09:54 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:14.11.2019 23:41 Uhr

Mitglied: antonio54

Beiträge: 174 - Registriert seit: 02.09.2013

 

 

 
 

Super Anton

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RE: Interessante Geschichten...... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von antonio54 am: 12.11.2019 09:54 Uhr

genau so wie Du es beschreibst, sollten wir uns alle verhalten.
Mauern in den Köpfen abbauen - bisher haben das aber leider noch nicht alle kapiert.

Grüße von Freiheit2001 smylie 

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von freiheit2001 am 12.11.2019 um 11:44 Uhr  Legende ausblenden

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Mitglied: freiheit2001

Beiträge: 4649 - Registriert seit: 14.08.2008

 

 

 
 

Zur Abwechselung ...

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RE: Interessante Geschichten...... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von antonio54 am: 12.11.2019 09:54 Uhr

... mal etwas mehr Geschichte:

Dieter Zimmer war Journalist und Reporter beim ZDF, hat supertolle und humorige Bücher geschrieben:

Z. B.: Das Mädchen vom Alex, Für ´n Groschen Brause oder
Alles in Butter!

Er beschreibt manchmal sehr traurige Passagen, aber auch viele lustige. Liest sich ganz schnell, weil es auch spannend ist!

Dieter Zimmer ist lange vor dem Mauerbau mit seiner Mutter rüber gemacht, wie man damals sagte.

Viele Grüße
Astrid

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von Hexe1900 am 14.11.2019 um 23:41 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:15.11.2019 07:43 Uhr

Mitglied: Hexe1900

Beiträge: 11079 - Registriert seit: 16.08.2007

 

 

 
 

Astrid, ich kenne....

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RE: Zur Abwechselung ... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von Hexe1900 am: 14.11.2019 23:41 Uhr


...Dieter Zimmer aber die von dir angegebenen Bücher nicht. Deshalb kann ich auch nichts zu deren geschichtlicher Bedeutung sagen.

Dennoch bin ich ganz bei Dir, die Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren. Für mich stellt sich dabei weniger die Frage nach Schuldzuweisungen, auch wenn ich das aus deinem Beitrag nicht heraus lese, sonder mehr was es künftig zu beachten gilt, um vergangene Fehler nicht zu wiederholen.

Das Wahlergebnis in Thüringen zeigt doch sehr deutlich, dass man über viele Entwicklungen in unserer wiedervereinigten Gesellschaft neu nachdenken muss. Dieses relativ kleine Bundesland hat im Verhältnis zu anderen die Wende wirtschaftlich sehr gut überstanden. Trotzdem wurde die AFD unter Führung eines "Faschisten" zweitstärkste Kraft. Was also ist falsch gelaufen und was gilt es künftig zu berücksichtigen. Aus meiner Sicht geht es im Wesentlichen um die Gefühle der Menschen, weniger um wirtschaftliche Aspekte. Da die Gefühle unser Handeln stärker beeinflussen als rationales Denken, auch wenn Viele das anders sehen, haben wir in diesem Bereich vermutlich den größten Handlungsbedarf.

Parteipolitisches Gezeter hilft uns bei der Problemlösung jedoch nicht weiter.

LG Anton  smylie 

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von antonio54 am 15.11.2019 um 07:43 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:16.11.2019 07:02 Uhr

Mitglied: antonio54

Beiträge: 174 - Registriert seit: 02.09.2013

 

 

 
 

Moin Anton ...

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RE: Astrid, ich kenne.... (Forum: Berlin - Thema: Tag der Deutschen Einheit ...) von antonio54 am: 15.11.2019 07:43 Uhr


... bei den Büchern von Dieter Zimmer (1939 geboren) ging es mir üüüberhaupt nicht um "Schuldzuweisungen" die kommen in seinen Büchern auch kaum vor, denn er ist als Kind mit seiner Mutter einfach "rüber gemacht"! Da gab es noch gar keine Mauer!

"Für 'n Groschen Brause" ist z. B. ein sehr lustiges Buch! Er beschreibt sein Leben als Kind und wie er mit seiner Mutter "rüber gemacht" ist! Er war schon 22 Jahre alt, als die Mauer gebaut wurde!
Natürlich beschreibt er seine persönliche Geschichte und die erinnert mich sehr an meine Geschichte, obwohl ich erst 1951 geboren bin.

Damals war es überall in Deutschland (und sicher nicht nur in Deutschland) nicht so, dass einem goldene Gänse fertig gebraten in den Mund gelegt wurden! Wir mussten zu meiner Zeit nicht mehr hungern, aber "Schmalhans Küchenmeister" war trotzdem oft zu Gast! Ich kann mir vorstellen, dass es den meisten Menschen in dieser Zeit so ging, ob in Berlin oder München, oder anderswo!

Zum Thema Thüringen-Wahl war ich genauso geschockt, wie du!!! Anfangs, als die AfD neu war und Wahlen anstanden, dachte ich noch: "Ok, das sind "nur" Protestwähler, die unzufrieden mit der heutigen Politik sind! Die Thüringen-Wahl (mit 30 %) zeigt leider eine andere Wahrheit!

Ich hoffe sehr, dass die AfD genauso schnell verschwindet, wie sie gekommen ist!

Hab ein schönes Wochenende!
LG Astrid

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von Hexe1900 am 16.11.2019 um 07:02 Uhr  Legende ausblenden

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Mitglied: Hexe1900

Beiträge: 11079 - Registriert seit: 16.08.2007

 

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