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Und zu welcher Gruppe gehörst DU?

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In der letzten Ausgabe der Welt am Sonntag las ich ein - wie ich finde - interessantes Interview mit dem Parteienforscher Elmar Wiesendahl, der die These vertritt, dass "die Mitte der Gesellschaft" zuletzt einseitig als "libertär-humanistisch" eingestellt galt, die voller Inbrunst hinter der "Willkommenskultur" steht. Für Wiesendahl ist es ein Irrtum, weil für ihn "die Mitte" aus drei Lagern besteht.

Zitat:

Das erste habe ich genannt, das ist das libertär-humanistische. Es neigt zu einer zivil-religiösen Gesinnungsethik. Man fühlt sich selbstgewiss im Sinne der Verfechtung höchster moralischer Werte wie Menschlichkeit und Barmherzigkeit. Dieses Lager hat einen Flüchtling vor Augen, der unbedingt in Deutschland bleiben muss

Das zweite Lager ist die pragmatische Mitte: Das sind Leute, die sind offen, die haben auch keine Angst, aber die stellen Fragen. Die wollen etwa wissen, warum sie 1,2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern willkommen heißen sollen. Die wollen wissen, was das kostet, welche gesellschaftlichen Folgen das hat, was alles von der libertären Seite nicht benannt wird. Die pragmatische Mitte lässt sich am Ende auch überzeugen, weil sie ergebnisoffen an die Sache herangeht.

Wen schließt die dritte Gruppe ein?
Das sind Traditionalistisch-Verängstigte, auch noch aus der Mitte unserer Gesellschaft, die aber an den Rändern hin ausfransen zum völkischen und fremdenfeindlichen. Aber auch das ist eine Gruppe, die aus ihren Werthaltungen heraus ein Verständnis von Identität hat und die Identität kulturell durch Überfremdung infrage gestellt sieht. Wir haben es zu tun mit einem massiven kulturellen Richtungskonflikt zwischen den Lagern.
Die pragmatische Mitte ist ganz sicher der Bündnispartner der Politik. Wobei die Politik einem Missverständnis unterliegt, Mehrheiten über die libertäre Richtung finden zu können. Da macht sie einen Fehler, der sich auch bei den Wahlen auszahlen wird. Sie muss eine Brücke bauen zu der vom Volumen her größten Gruppe: zu der pragmatischen, realistischen, skeptischen Mitte.
Dieser Schritt dürfte für die Kanzlerin politisch äußerst schwierig sein.
Ja, natürlich. Sie müsste sich um 180 Grad drehen, um dann aus der Not der katastrophalen Lage heraus zu sagen: Jetzt machen wir die Grenzen dicht. Das wäre das Scheitern ihrer Kanzlerschaft. Das, was jetzt stattdessen passiert, ist eine reine Gesichtswahrerei. Man versucht erpresserisch, die europäischen Staaten auf die deutsche Linie zu bringen, die von allen ab-gelehnt wird. Merkel nimmt Europa in Geiselhaft für die Aufrechterhal-tung ihrer Fehlentscheidung am 5. September 2015.



(Hervorhebungen von mir)

Wer das ganze Interview nachlesen möchte, kann das hier tun:
http://www.welt.de/print/wams/

Ich gehe mal davon aus, dass hier auch eher "die Mitte der Gesellschaft" zu finden ist.

Wie ist eure Meinung dazu? (Ich selbst zähle mich zur zweiten Gruppe!)

Carina

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von Carina48 am 18.01.2016 um 17:32 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:9

letzter direkter Beitrag:.. um Uhr

Anzahl Themenbeiträge:46 (Nur direkte Beiträge anzeigen)

letzter Themenbeitrag:18.03.2016 um 17:17 Uhr

Mitglied: Carina48

Beiträge: 7737 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Unschwer zu wählen

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RE: Und zu welcher Gruppe gehörst DU? (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von Carina48 am: 18.01.2016 17:32 Uhr


Zeitungsnotiz vom 18.1.2016
Massaker in Syrien - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Ostsyrien ein Massaker angerichtet und mindestens 135 Menschen getötet. Weitere 400 wurden verschleppt, so die Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Wollen wir uns der unterlassenen Hilfeleistung schuldig machen?

Die Stimmung in Sachen Flüchtlingspolitik hat sich schnell gewandelt. Dem ZDF - "Politbarometer" zufolge vertreten 60 % der Befragten nunmehr die Meinung: Wir verkraften das nicht.

Im Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen geben die Politiker ihr Bestes.

Es wäre bestimmt von Vorteil, unsere bestehenden Gesetze konsequent anzuwenden.

Wenn ich mich jetzt entscheiden muss, keine Frage: Gruppe zwei

Gruß
Novellist

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von Novellist am 18.01.2016 um 20:02 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: Novellist

Beiträge: 272 - Registriert seit: 05.05.2015

 

 

 
 

Alle willkommen?

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RE: Und zu welcher Gruppe gehörst DU? (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von Carina48 am: 18.01.2016 17:32 Uhr

Anstatt dem ethischen Grundgedanken «alle sind Willkommen» macht sich so langsam eine Nüchternheit Platz. Viele Menschen sind verunsichert, sind ängstlich, zweifeln. Und es gibt natürlich jenen Auftrieb, denen Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft schon immer eher ein Fremdwort waren, und diese könnten sich jetzt weiter mit dem rechtsextremen Gedankengut verbinden.

Ich denke, in der jetzigen Situation ist der realistische, pragmatische Blick gefragt. Alle Sorgen und Ängste sind ja nicht unberechtigt.
Drum schliesse ich mich dem Mitte-Lager an.
Denn man sollte ausser dem Willen zur Hilfe auch das Recht haben, etliches zu hinterfragen und deshalb muss ja die Menschlichkeit nicht verloren gehen.

Es grüsst
frederik

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von ehemaliges Mitglied am 18.01.2016 um 22:30 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:19.01.2016 00:15 Uhr

 

 

 
 

Meine Einstellung,

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RE: Alle willkommen? (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von ehemaligen Mitglied am: 18.01.2016 22:30 Uhr

ist die von Frederik ähnlich.

Und auch ich reihe mich im Mittelfeld ein.

Gruß
Schlaefer

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von ehemaliges Mitglied am 19.01.2016 um 00:15 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:19.01.2016 17:12 Uhr

 

 

 
 

Ws ist das denn für

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RE: Meine Einstellung, (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von ehemaligen Mitglied am: 19.01.2016 00:15 Uhr

eine Einteilung, die Leute, die vorbehaltlos für Einwanderung sind, gleich in eine Ecke von ´zivil-religiöser Gesinungsethik´ stellt. Das ist entweder sehr naiv gedacht oder tendenziös gemeint.
Man kann aus völlig neoliberalen und realistischen Gründen für Einwanderung sein - sonst wär es Frau Merkel nicht. Wer für den freien Fluss von Waren und Dienstleistungen eintritt, muss in letzter Konsequenz auch für den freien Verkehr von Menschen sein. Den großen Konzernen sind nationale Grenzen längst ein Dorn im Auge. DEswegen versuchen sie ja TTIP und CETA um jeden Preis durchzusetzen, die die nationale GEsetzgebung mehr oder weniger aushebeln werden.Diese Gruppe hat er nicht genannt.

Und es stellt sich auch die Frage, inwieweit es realistisch ist, Grenzen so dicht zu machen, wenn man nicht die Mauer wieder haben will, dass diese verzweifelten Menschen effektiv daran gehindert werden zu kommen. Schließlich sind ihre Länder jahrzehntelang in ihren REssourcen von internationalen Konzernen ausgebeutet und mittels Handelsbeschränkungen daran gehindert worden, eine eigenständige Industrie- und Agrarwirtschaft zu entwickeln, die den europäischen und amerikanischen Produzenten nämlich als Konkurrenz unerwünscht ist. Die s.g. ´Entwicklungshilfe´ dient meist den einheimischen Firmen der Geberländer.
Selbstständige Regierungen, die wirklich mal die Interessen ihres Landes im Sinn haben (was selten genug vorkommt, zugegeben), werden dank CIA und co stets rabiat behindert wenn nicht gar bombadiert. Wir sehen überall den Zerfall von Staaten und die Zerstörung von Infrastruktur. Wo sollen die Bewohner denn hin, wenn ihr Land völlig kaputtt ist?

Daher sehe ich aus rein realistischen Gründen keine andere Möglichkeit, als die Einwanderung irgendwie zu managen (möglichst mit der Perspektive der Rückkehr in der Zukunft), wenn wir nicht eine totalitäre Gesellschaft haben wollen, die Menschen massenweise entweder im Mittelmeer absaufen lässt oder in Konzentrationslagern verhungern und erfrieren.
Die Kosten für die Aufnahme - nicht nur in materieller Hinsicht - werden hoch sein, da sollte man sich keine Illusionen machen. Die Alternative ist noch grauenhafter. Und wir können schon mal für die Klima-FLüchtlinge üben, die in den nächsten Jahrzehnten unser weiterhin ungehindertes Energiekonsum-Verhalten hervorbringen wird.
Bevor wir bei den Fluchtursachen anfangen aufzuräumen - und da fehlt jeder politische Wille, soweit ich sehen kann, aber darüber sollten wir lieber reden - wird dieser Zustrom kein Ende nehmen!
Gruß Vilde

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von vildemor am 19.01.2016 um 17:12 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: vildemor

Beiträge: 1224 - Registriert seit: 13.01.2010

 

 

 
 

NEIN !

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RE: Und zu welcher Gruppe gehörst DU? (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von Carina48 am: 18.01.2016 17:32 Uhr


NEIN!
Nein, ich lasse mich in keine „Gruppe“ einteilen. Das ist mir zu pauschal. Ich versuche mir stets eine eigene Meinung zu bilden.
Die Aussage, von „dieser Gruppe“:
"Die wollen etwa wissen, warum sie 1,2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern willkommen heißen sollen".
Wir wissen es doch!
Es ist tatsächlich ein Akt der Menschlichkeit und auch Barmherzigkeit, dass wir diesen leidgeplagten Menschen aus Syrien helfen.
Vildemor hat da vollkommen Recht!

Bekennenden Christen sollte man das auch nicht extra sagen müssen!
Viele dieser Asylanten werden bleiben, weil Ihnen in nächster Zukunft gar nichts anderes übrig bleiben wird. Sie „müssen“ tatsächlich in Europa bleiben, für eine lange Zeit oder sogar für immer, ob sie es wollen oder nicht.
Wohin bitte schön, sollen sie denn gehen? In Ihrem Land steht kein Stein mehr über den anderen und es wird Jahrzehnte dauern, bis dort so etwas wie ein normales Leben möglich sein wird.
Sind wir wirklich alle ohne Schuld? Ich will dies jetzt hier nicht vertiefen.
Krieg hat noch nie irgendein Problem gelöst, nur viele geschaffen.
Bei der großen Zahl von Kriegsflüchtlingen muß Europa zusammen stehen und eine Lösung finden .
Wenn der Weg auch steinig, lang und weit ist, die Fluchtursachen müssen bekämpft werden. Dies trifft in der Zukunft vor allem auch für die Länder Afrikas zu.(Entwicklungshilfe u.a)

Bei der fortwährend steigenden Flüchtlingszahlen aus Syrien und dem Irak sollte man Asylsuchenden aus NICHTKRIEGSGEBIETEN und wenn keine Gefahr für Leib und Leben gegeben ist, gar nicht erst die Einreise in die EU gewähren.
Das verstehe ich unter Schutz der Außengrenzen!
Die Registrierung der Asylsuchenden vor Einreise in die EU ist eine Notwendigkeit. Bis jetzt herrschte hier das reinste Chaos, aus welchen Gründen auch immer.

Nationale Absicherung ? - kilometerlange Zäune mit Stacheldraht und scharfen Messerklingen….wo sind wir nur hingekommen….
Wo bleiben da die viel zitierten "Europäischen WERTE"? Unter Menschlichkeit verstehe ich etwas anderes.


Die inneren Grenzen dicht zu machen, wäre meiner Meinung nach vollkommen falsch. Wenn der Schengenraum zerbricht, hat das für den Handel., für die Wirtschaft, für die Arbeitsplätze böse Auswirkungen. Dazu darf es nicht kommen. Deutschlands Wirtschaft würde leiden, Betriebe kaputt gehen, viele Arbeitsplätze den Bach runter gehen.
Was wird wohl dann „Mitte“ der Bevölkerung sagen?

Die Einwanderung bedarf eines Managements!
Wir brauchen auch ein Einwanderungsgesetz!
(nicht zu verwechseln mit Asylrecht!)
Es regelt unter welchen Bedingungen wer kommen darf, hier bleiben darf und arbeiten kann und welche Rechte und Pflichten damit verbunden sind .Es klärt auch wer dann die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben kann und behalten kann.
Wir sind nun mal ein Einwanderungsland und werden es auch bleiben.
Es brauch für alles klare Regeln!
Wir müssen stets bedenken: :
Es geht um MENSCHEN nicht um WAREN !

Inga

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von ehemaliges Mitglied am 19.01.2016 um 21:29 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:20.01.2016 09:14 Uhr

 

 

 
 

Eigentlich wollte ich mich.....

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RE: NEIN ! (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von ehemaligen Mitglied am: 19.01.2016 21:29 Uhr

...dazu nicht äußern , jetzt mache ich es doch.

Ich denke, dass jeder Mensch, wenn er ganz ehrlich zu sich selbst ist, alle drei vorgestellten Gruppen in sich trägt. Ja klar, ein Teil davon wird größer sein, einer kleiner und vielleicht der dritte noch weniger Platz in einem beanspruchen.

Welchen Teil wir übergewichtig werden lassen, hängt von vielen Umständen ab.

Ich wünsche euch, dass immer der Teil überwiegt, der euch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel schauen lässt und ihr das Gesicht, dass euch entgegen schaut, anlächeln kann.

Mit lieben Gruß eure Volata  smylie 



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von ehemaliges Mitglied am 20.01.2016 um 09:14 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:2 (Beiträge anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:27.01.2016 11:23 Uhr

 

 

 
 

Hier nochmal ein link zu den wahren Anhängern

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RE: Eigentlich wollte ich mich..... (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von ehemaligen Mitglied am: 20.01.2016 09:14 Uhr

der ersten Gruppe, die keine 'Gutmenschen sind':

http://www.zeit.de/wirtschaft/

Und hier noch ein Video mit einem Interview mit dem Bremerhavener Arbeitgeberpräsidenten Ingo Kramer:
http://www.radiobremen.de/fern

Gruß Vilde

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von vildemor am 26.01.2016 um 14:26 Uhr  Legende ausblenden

Auf diesen Beitrag wurde noch nicht geantwortet.

Mitglied: vildemor

Beiträge: 1224 - Registriert seit: 13.01.2010

 

 

 
 

Gruppe Pepper

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RE: Eigentlich wollte ich mich..... (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von ehemaligen Mitglied am: 20.01.2016 09:14 Uhr

Ich mach eine eigene Gruppe auf und bin der Meinung, dass das ganze PIPAPO nichts anderes ist, wie die Selbstbeweihräucherung von gelangweilten Konsumenten, die in ihrer verbalen Hilfsbereitschaft einen neuen Lebensinhalt finden. Selbstverständlich auf Kosten der Allgemeinheit, die diese Politik der offenen Grenzen ablehnt.

Bedenkt man, dass in Syrien Dutzende von Kampfverbänden sich gegenseitig totschießen, das Brudervolk in Saudi Arabien sich einen Teufel darum schert, wo die Zivilbevölkerung hin soll, dann kann man den Mentalitätstypus dieser Menschen in etwa einordnen.
In wenigen Jahren werden unsere Einkaufstempel mit schwarzen Männchen und Maschinenpistolen geschützt werden, so wie in vielen Ländern dieser Welt schon üblich.

„Gutes tun“ ist ehrbar und wichtig. Aber ich lasse mich nicht darauf verpflichten mir die Richtung der Hilfe vorschreiben zu lassen. Ich wähle selbst, welche Not ich lindern möchte.

Für mich sind die Menschen, die unseren Wohlstand ermöglichen die erste Zielgruppe. Würden wir den Näherinnen in Südostasien statt 22 Cent 5 Dollar bezahlen, hätten wir hier nichts übrig, womit wir die Flüchtlinge versorgen könnten. Das gilt natürlich für alle Rohstofflieferanten, die unter unmenschlichen Bedingungen unseren Wohlstand erarbeiten.

Aber das ist ja der geniale Trick der Verdrängung. Kopf in den Sand, woher unser Überfluss kommt, um sich dann mit dem Überfluss der Ausbeutung ein gutes Gewissen zu erkaufen.
Ein kleiner Beitrag, wer unsere Hilfe wirklich benötigt und wer die derzeitige Willkommenskultur bezahlt: https://www.youtube.com/watch?

Gruß
Pepper

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von Sergeant Pepper am 27.01.2016 um 11:23 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:27.01.2016 22:38 Uhr

Mitglied: Sergeant Pepper

Beiträge: 1660 - Registriert seit: 05.06.2010

 

 

 
 

Ach Pepper,

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RE: Gruppe Pepper (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von Sergeant Pepper am: 27.01.2016 11:23 Uhr

weißt du, Bangladesch geht doch als erstes unter, wenn das Meer wegen der Klimaerwärmung noch steigt, wie in demFilm erzählt wird. Irgendwann landen die hier auch noch.
Was soll das, die einen Armen gegen die anderen aus zu spielen? Sollte man nicht immer so nah wie möglich vor seiner Haustür kehren? Ich glaube, dass es in den Flüchtlingslagern hinter Stacheldraht in Ungarn und nun auch in Mazedonien mitten im Winter nicht so viel anders zu geht. Und ich glaube die Geschichte von dem fiebernden Flüchtling vor der Berliner Behörde ist wahr, der nach Tagen des Wartens und Hungerns schließlich auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben ist. Wenn es sich noch nicht ereignet hat, wird es sich ereignen.
Aber du hast Recht, in Anbetracht der Globalisierung des Elends ist es ziemlich egal, wo man anfängt.
Übrigens war heute der Jahrestag zum Gedenken der KZ-Umgekommenen. Unser Innenminister nahm das zum Anlass um zu fordern, dass die Zuwanderer sich auch mit der deutschen GEschichte auseinandersetzen müssten. Ja, hurra. Tun wir denn das, wenn wir schon wieder Leute ausgrenzen und lieber verrecken lassen als aufzunehmen?
Und übrigens haben die 12 (! ) Millionen Vertriebene und Flüchtlinge, die nach dem Krieg aus dem Osten in das zerstörte Rest-Deutschland strömten (8 in Westdeutschland, 4 in Ostdeutschland) im Grunde für das Wirtschaftswunder gesorgt. Und damals ging´s allen Deutschen weit dreckiger.
Gruß Vilde

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von vildemor am 27.01.2016 um 22:38 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:30.01.2016 19:52 Uhr

Mitglied: vildemor

Beiträge: 1224 - Registriert seit: 13.01.2010

 

 

 
 

Vertriebene und Flüchtlinge ...

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RE: Ach Pepper, (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von vildemor am: 27.01.2016 22:38 Uhr

... aus den Ostgebieten haben nichts mit den heutigen Flüchtlingen zu tun, behaupte ich mal: Nach dem 2. Weltkrieg kamen in der Hauptsache Menschen aus ähnlich geprägten Religionen, Mentalitäten und Sprachräumen in ein zerstörtes und vom Krieg gebeuteltes Land, weil die Geschichte und die "Sieger" sie vertrieben haben und teilweis ja auch von Rache beseelt waren für das, was Hitlerdeutschland ihnen angetan hatte. Die Aufnahme und "Integration" war eine Kindertrompete gegen das, was uns aktuell bevorsteht.

Auch die nach 1989 von Ost nach West gezogenen Menschen (weit mehr als die jetzt zuströmenden 1,2 Mio.) haben zwar zunächst Probleme bereitet (ich war 1991 auf Wohnungssuche ... es gab kaum günstigen Wohnraum; der Markt war leergefegt - nur ein Beispiel!), aber da "kulturell" die Unterschiede nicht völlig gegensätzlich waren, ging auch das - nach ein paar schwierigeren Jahren - relativ problemlos vonstatten.

Ich schicke vorweg, dass ich der Meinung bin, dass es wichtig und richtig ist, den Kontakt zu den Menschen zu suchen, die jetzt zu uns gekommen sind. Mit ihnen zu sprechen, sich um sie zu kümmern und - um es mit Merkel auszudrücken - "ein freundliches Gesicht" zu zeigen. Und sich notfalls mit ihnen gegen diejenigen zu verbünden, die mit unlauteren Absichten kamen oder darauf pfeifen, sich zu "integrieren" ... Da geht bestimmt einiges!

Allerdings war das "Wir schaffen das" ja eher ein Appell an uns alle: "Ihr schafft das schon!" Scheint ja mancherorts wirklich gut zu funktionieren! Darauf können wir alle stolz sein.

Inzwischen appelliert Merkel an die Flüchtlinge ... "wir erwarten, dass ihr wieder zurück geht ..." boah!

Aber:
Die Entscheidung, die Merkel Anfang September getroffen hat, gleich für mehrere europäische Länder mit, und die eine enorme Sogwirkung hatte ("Selfies" mit Merkel gingen um die Welt!) halte ich persönlich für falsch. Auch die Sprüche von Wulff und Merkel "der Islam gehört zu Deutschland" haben mir in dieser pauschalen Ausprägung nicht gefallen. In Europa überschlägt man sich darin, die eigene Identität in vorauseilendem Gehorsam und der "Konfliktvermeidung" zu verleugnen und die eigenen Werte (haben wir noch welche??) ganz hintenan zu stellen. Da werden jahrhundertealte Statuen in Kisten versteckt ... da werden Rücksichten genommen auf eine recht aggressive Auslegung von Religion ... und ich stehe staunend davor.

Inzwischen sind wir dahin gekommen, dass so viele Gerüchte, echte und falsche Informationen überall auf uns einstürmen, dass man gar nicht mehr weiß, was man noch glauben kann. Auf beiden Seiten (pro und contra Flüchtlinge) wird gelogen, dass sich die Balken biegen: Der tote Syrer in Berlin ist genau so frei erfunden wie die Entführung und Vergewaltigung der 13jährigen Deutsch-Russin (?) durch Flüchtlinge. Oder die Geschichte vom syrischen Arzt, der erklärt hat, für ihn gelte das Grundgestz nicht; er erkennt nur die Scharia an (um nur einige jüngere Meldungen herauszugriefen)

... Fortsetzung im nächsten Beitrag

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von Carina48 am 30.01.2016 um 19:52 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:30.01.2016 19:57 Uhr

Mitglied: Carina48

Beiträge: 7737 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Fakt ist aber wohl ...

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RE: Vertriebene und Flüchtlinge ... (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von Carina48 am: 30.01.2016 19:52 Uhr

... dass eben nicht nur Kriegsflüchtlinge bei uns Schutz suchen, sondern durch die chaotischen Verhältnisse zwischen - spätestens - September und Dezember 2015 auch jene völlig ungehindert und oft illegal zu uns ström(t)en, die nicht vor Krieg und IS geflüchtet sind, sondern ganz andere Motive haben:

Zitat:

Von „renitenten und teilweise straffälligen Nordafrikanern“ spricht Landes­innenminister Reinhold Gall (SPD).

Dessen Landesregierung hatte der Be­völkerung von Ellwangen im vergangenen Jahr die Lea damit schmackhaft gemacht, dass allerhöchstens 1000 Schutzsuchende dort untergebracht werden sollen. Im Herbst waren es zeitweise über 4000. Von den eigentlich in Ellwangen erwarteten „57 ­Zielpersonen aus Nordafrika“ treffen die Fahnder nur 40 an. 20 von ihnen sind ­­straf- oder auffällig geworden: Sieben hätten ­weitere Identitäten als die, mit denen sie sich in Ellwangen haben registrieren lassen. Vier weitere Algerier seien bereits in Frankreich straffällig geworden, sind die Ermittler überzeugt. Bei fünfen können sie nach­weisen, dass sie bereits in anderen europäischen Ländern einen Asylantrag gestellt ­haben.



Quelle:
http://www.stuttgarter-nachric

Auch bei uns um die Ecke wurde vor zwei Tagen eine Razzia durchgeführt: In einem hiesigen Flüchtlingsheim wurden 20 nordafrikanische junge Männer angetroffen, die - illegal - aus anderen Orten der Bundesrepublik angereist sind. Es wurde auch Diebesgut gefunden.

Die jetzigen Beschlüsse zur Asypolitik sind für mein Empfinden nur Beschwichtigungspolitik (da überhaupt nicht durchsetzbar, aber es klingt eben schön und beruhigt (?) die rechte Szene?!)

Wo bleibt die Aufnahmebereitschaft der "Bruderstaaten" am Golf? Saudi Arabien, Kuwait, die Arabischen Emirate? Die verlängern nicht einmal bereits bestehende Visa ... und neue gibt´s erst gar nicht. Da schaut man lieber zu, dass Millionen von Glaubensbrüdern in das - ungläubige - Europa ziehen und stellt eine Geldspende in Assicht für 230 Moscheen in Deutschland. Für mich steckt Kalkül dahinter.

Mein Beitrag wird zu lang, wenn ich alles schriebe, was mir durch den Kopf geht, deshalb lasse ich es erst mal dabei bewenden.

Bei den meisten der Beiträge hier vermisse ich eins: Kaum einer hinterfragt, warum Deutschland so viele Menschen aufnehmen muss, wenn sie doch auf ihrem Weg mehrere andere EU-Staaten durchquert haben, in denen sie - eigentlich! - ihren Asylantrag stellen müssten nach den Dublin-Regeln:

Zitat:

Wichtigste Regel für die Zuständigkeit: Der Staat, in den der Asylbewerber nachweislich zuerst eingereist ist, muss das Asylverfahren durchführen



Tja ...
Mittlerweile prüfen die anderen EU-Mitgliedsstaaten ja wohlwollend Schäubles Vorschlag, einen "Flüchtlingssoli" auf Sprit einzuführen ... wie genial! :-( ... da kauft man sich frei und schaut zu, wie Deutschland sich windet ... haben die sich doch bei anderer Gelegenheit unbarmherzig gezeigt ...

Carina

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von Carina48 am 30.01.2016 um 19:57 Uhr  Legende ausblenden

Anzahl direkter Beiträge:1 (Beitrag anzeigen)

Letzter direkter Beitrag:30.01.2016 22:30 Uhr

Mitglied: Carina48

Beiträge: 7737 - Registriert seit: 12.03.2007

 

 

 
 

Oi, oi Carina

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RE: Fakt ist aber wohl ... (Forum: Politik - Thema: Und zu welcher Gruppe gehörst DU?) von Carina48 am: 30.01.2016 19:57 Uhr

da hast du aber einen Riesen Rundumschlag gemacht. Da fühl ich mich berufen, zu einigen Punkten meinen Senf dazu zu geben.
Natürlich ist problematisch, wer da jetzt alles kommt. Aber wenn wir nicht wie Frau Petri an der GRenze totschießen wollen, oder wie die Belgier von den Griechen verlangen, Flüchtlinge ersaufen lassen, was ist die reelle Alternative?
Den Vergleich mit den Vertriebenen nach dem Krieg fand ich nur erwähnenswert, weil ja oftmals das Argument zu hören ist, wir würden das ökonomisch nicht verkraften.

Was die saudischen Staaten als Aufnahmeländer betrifft, so wollen natürlich Flüchtlinge nicht in ein Land, das mehr oder weniger offen diesselbe Linie wie die IS vertritt und Andersgläubige streng verfolgt. Dagegen haben ja Nachbarstaaten Türkei, Jordanien und der Libanon riesige Aufnahmelager, die der UNHCR unterhalten sollte, der aber von den westlichen REgierungen letztes Jahr seine Mittel so gekürzt kriegte, dass die Leute in den Lagern hungern mussten und sich auf denWeg nach Europa machten.

Was die Dublin-Verordnung angeht: Hand aufs Herz, das war doch eine einzige ungerechte Sache, die die Anrainerländer des Mittelmeers mit der ganzen Problematik jahrzehntelang allein ließ, während die mitteleuropäischen Länder sich ins Fäustchen lachen konnten. Nun ist es anders herum, obwohl italien ja sehr zusammenarbeitswillig ist. Und Gr eh, so arm wie es ist, eine Riesenlast trägt.

Sehr bedenklich stimmt mich die Meinung, Wulfs Erklärung: Der Islam gehöre zu Deutschland, abzulehnen. Das bedeutet doch de facto, die Hundertausende von Gastarbeitern, die seit 50 JAhren hier leben und islamischen Glaubens sind, aber deren Kindes- und Kindeskinder sich hier eingerichtet haben, auszugrenzen.
Eine solche Haltung schafft Paralellgesellschaften.
Gruß Vilde

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von vildemor am 30.01.2016 um 22:30 Uhr  Legende ausblenden

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Letzter direkter Beitrag:30.01.2016 23:45 Uhr

Mitglied: vildemor

Beiträge: 1224 - Registriert seit: 13.01.2010

 

 

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zuletzt aktualisiert am: Sonntag, den 08. Dezember 2019

  

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